Rückblick auf das Umweltfotofestival »horizonte zingst« 2016

Nun ist eine Woche um, die meisten Eindrücke sind verarbeitet und ich habe Zeit gefunden, über dieses spektakuläre Event zu berichten.

Nach der Eröffnung am Samstag im Hotel Vier Jahreszeiten, habe ich von Sonntag bis Montag einen Fotoworkshop mit Antonius besucht. Es war kein klassischer Workshop, bei dem der Referent ein Setting aufbaut, etwas dazu erzählt und jeder Teilnehmer das einmal abfotografiert und alle mit den gleichen Bildern nachhause gehen. Nein, am Sonntag war unser erstes Thema “ICH”.

Fotoworkshop: “Vom Suchen und Finden der eigenen fotokünstlerischen Handschrift”

Es ging dabei nicht darum, Bilder zu machen, die viele Menschen verstehen und gut finden, sondern viel mehr darum, Fotografien anzufertigen, die zeigen wer wir sind, was uns ausmacht und gerade wegen dieses großen ICH-Anteils nur wir selbst komplett erfassen können. Eine extrem herausfordernde Aufgabe, die ich mit folgenden Ergebnissen bewältigt habe:

Die Hände sind wirklich meine eigenen. Mit Fingermalfarbe habe ich dazu meine Handabdrücke auf ein weißes Papier gebracht, dieses abfotografiert und in Photoshop in eine Maske verwandelt. Ich habe überlegt, mit dieser Darstellungsform eine ganze Serie zu machen :-)

Am zweiten Tag bekamen wir die Themen “Emotionen” und “Mein stilles Leben”. Nach einer kurzen Einführung haben sich alle anderen Teilnehmer aus dem Staub gemacht und in und um Zingst fotografiert. Ich verblieb mit Antonius in dem Raum und konnte ganz in Ruhe meine Idee zum Thema Emotionen umsetzen:

20160530_65888-BearbeitetDiese Einzelbilder wurden von mir per Funkauslöser aufgenommen. Lachen fällt übrigens ungemein leichter, wenn man gekitzelt wird 😀

Zum Thema “Mein stilles Leben” kam die Idee erst im Laufe der Zeit:

20160530_66000

Die Farben in diesem Bild sind toll, aber an sich stimmte das Gesamtpaket noch nicht – es wirkte einfach noch etwas konventionell. Dann kam die Idee: “Cool wäre es, wenn du jetzt schweben würdest!”

Gesagt, getan. Alleine hätte ich dieses Bild wahrscheinlich nicht realisieren können, aber ich hatte zum Glück ein paar Photoshop-Spezialisten um mich herum.

20160530_66196-Bearbeitet

Das Geheimnis hinter dem Bild: wir haben einen Hocker bis unten an den Deich getragen, auf den ich mich drauf gesetzt habe:

Danach brauchten wir ein Bild, auf dem weder ich noch der Hocker zu sehen war – um das zu realisieren musste wir die Kamera auf ein Stativ stellen, damit die Bilder beide deckungsgleich sind. Später wurde ich in Photoshop freigestellt. Ich wollte zuerst den Hocker freistellen und löschen, jedoch erklärte man mir, dass es besser wäre, mich freizustellen, denn nur dann könne man mich noch umpositionieren – leuchtet ein! Danach legten wir eine leere Ebene darüber an, auf der wir den Schatten mit einem schwarzen Pinsel gemalt haben – für mich die größte Schwierigkeit den Schatten so zu malen, dass dieser auch realistisch aussieht. Das scheint nicht 100%ig gelungen zu sein, da ich schon ein paar Leuten dieses Bild gezeigt habe, die nicht auf den ersten Blick erkannt haben, dass ich schwebe – aber egal! Zum Schluss wurde nur noch der Farblook in Lightroom festgelegt und fertig ist das Zauberwerk.

Dienstag und Mittwoch …

war ich viel mit dem Oly-Doku-Team um Reinhard Wagner (Pen and Tell) unterwegs. Mit dabei auch Cosima, Finalistin des OLYMPUS Fotowettbewerbs “CLOSE-UP”. Am Dienstag war noch Eröffnung des OLYMPUS Foto Gartens. Hier fanden täglich mehrere Kurzworkshops und Bildbesprechungen mit den OLYMPUS Visionarys Melanie Derks, Emiliano Leonardi und Thomas Adorff statt.

Kurz vor der Eröffnung des OLYMPUS Foto Gartens

Auch mit dabei: Die Fotobox von Thomas Adorff.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Die Denker-Pose vor der Fotobox

Als wir am Mittwoch zu einem Fotoworkshop mit Thomas Adorff kamen, um ein paar Dokumentarclips zu drehen, fragte der Referent gerade in die Runde, wer der Teilnehmer denn mal kurz vor die Kamera gehen würde – nur so “zum ausprobieren”. Einer der Teilnehmer meinte dann “Ach, ich habe hier gerade jemanden aufgegabelt” und zeigte dabei auf mich. Und so kam es, dass ich für ein paar Stunden meine Model-Fähigkeiten unter Beweis stellen konnte und abends zur Bilderflut auf der großen Leinwand landete.

Die Bilder werden hier gezeigt, sobald mir diese zugänglich gemacht wurden.

Der OLYMPUS Foto Kunst Pfad …

..ist kein Pfad im klassischen Sinne, den man von vorne bis hinten ablaufen kann. In ganz Zingst verteilt sind kleine Kunstwerke anzutreffen, die es sich lohnt zu fotografieren – am besten mit einer OLYMPUS Kamera, die man sich an vielen öffentlichen Einrichtungen ausleihen kann.

Wer diese Foto-Pointe während des Festivals nicht besichtigen konnte, braucht nicht traurig zu sein, denn die Fotografie ist das ganze Jahr über in Zingst vertreten und damit werden auch diese Installationen noch lange nach dem Festival zu sehen sein.

Lulu_Guinness_BE_A_PIN_UP
© diephotodesigner.de

Fotomarkt:

Wie jedes Jahr startet ab Donnerstag der Fotomarkt in Zingst. Hier sind viele Hersteller und Händler Vorort, man kann so ziemlich alles ausprobieren, ausleihen und testen und bekommt dazu noch Messerabatte! Auch OLYMPUS war wieder mit einem riesigen Stand in den Fotomarktzelten vertreten. Bis einschließlich Samstag habe ich dort OLYMPUS beim Check&Clean Stand unterstützt und die Kameras entgegengenommen. Dort haben wir für alle Olympuskameras folgende Dienstleistungen angeboten:

  • Sensorreinigung
  • Firmware-Update
  • äußere Säuberung
  • ggf. Kleinteile wie Augenmuschel ersetzen
20160802_66255-Bearbeitet
© Victor Ibrahiem

Die tschechischen Kollegen haben sich dann mit den mehr oder minder schwierigen Problemen auseinandersetzten dürfen. Eines der spannendsten Geschichten war wohl die einer Infrarotkamera:

Ich habe eine Kamera gesehen, bei der ein spezieller Filter, der direkt vor dem Sensor sitzt ausgebaut wurde – damit kann die Kamera zwar nur noch Schwarz-Weiß-Bilder aufnehmen, jedoch mit interessanten Effekten. Ich habe mir sagen lassen, dass so z.B. Teile des Bildes, die Chlorophyll enthalten weiß dargestellt werden. Falls jemand mitliest, der sich damit auskennt, bitte kurze Mail an mich: Ein Gast-Beitrag dazu wäre sicher spannend.

Der Tracker in Zingst:

Eine Neuheit aus dem Hause OLYMPUS war ebenfalls nach Zingst gekommen: Reinhard hat einen TG-Tracker mitgebracht. Viel Zeit hatte ich nicht, dieses Prachtexemplar selber zu testen, aber die 204° Ansicht ist schon enorm. Dazu hier ein Video aus dem Pen and Tell Blog:

Fazit:

Die Erlebniswelt Fotografie Zingst schafft es jedes Jahr auf’s Neue sich selbst zu übertreffen. Das Fotofestival, das dieses Jahr zum 9. Mal stattfand, wird von Jahr zu Jahr größer, immer begleitet von tollen Workshops, witzigen Referenten, unglaublichen Bilder die unter die Haut gehen, begleitet von einem geselligen Ausklang zur abendlichen Bilderflut am Strand. Auch dieses Jahr war es eine Woche voller Erfahrungen, die ich gesammelt habe, Menschen, die ich kennengelernt und wiedergetroffen habe und Dingen, die ich gelernt habe. In diesem Sinne möchte ich allen danken, denen ich in Zingst begegnet bin und dieses Foto-Festival zu dem machen, was es ist!

Für mich wohl das größte Foto-Event das Jahres ist damit zu Ende gegangen, aber wie man so schön sagt “Nach Horizonte ist vor Horizonte” – denn im nächsten Jahr zum 10-jährigem Jubiläum finde das Festival gleich zwei Wochen statt. SAVE THE DATE: 20.05. bis 05.06.2017, dann unter dem Motto “S.O.S – Save our Sea”

Weiterlesen

Warum du unbedingt TfP-Shootings machen solltest!

FB_IMG_4160

Vor kurzem habe ich selber an einem TfP-Projekt gearbeitet und hatte unglaublich viel Spaß.

Dies hat mir erneut gezeigt, warum diese Form des Arbeitens für mich wichtig ist, und warum es auch für dich wichtig ist.

Was ist TfP?

Die Abkürzung steht für „Time for Print” und stammt aus den Analogzeiten (LINK), in denen der Fotograf seine Zeit gegen Ausdrucke getauscht hat. Heutzutage werden die Bilder meistens digital weitergegeben.

Es geht quasi darum, dass das ganze Team ohne Honorar arbeitet und jeder das Ergebnis für seine Zwecke verwenden kann.

Warum ist TfP wichtig?

Ich finde ein TfP-Shooting unglaublich wichtig für die fotografische Weiterentwicklung, weil man bei einem bezahlten Shooting oft auf das Altbewährte vertraut, da man hier zu einer Abgabe von guten Fotos verpflichtet ist und im Zweifelsfall lieber auf Nummer sicher geht – daher verzichte ich für gewöhnlich auf Experimente, bei denen es nicht unwahrscheinlich ist, dass alles nach hinten los geht und man am Ende keine bzw. nur schlechte Bilder abliefern kann.

Und hier kommt TfP ins Spiel.

Bei dieser Form des Shootings geht es darum Dinge auszuprobieren, die man vorher noch nicht gemacht hat! Man experimentiert, findet neue Sachen heraus, sammelt Erfahrungen und ist nebenbei niemandem irgendwas schuldig. Natürlich erhofft sich das Team dabei auch gute Bilder, es sollte sich jedoch bewusst sein, dass evtl. etwas schief geht und keine vorzeigbaren Ergebnisse bei rumkommen können.

“Wenn Sie nicht von Zeit zu Zeit auf die Nase fallen, ist das ein Zeichen, dass Sie nichts wirklich Innovatives tun.” – Woody Allen

Selbst wenn am Ende kein einziges gutes Bild rauskommt, hat man Erfahrungen gesammelt, wie es nicht funktioniert 😉 Wichtig hierbei ist, dass das ganze Team Spaß hat!

Wie komme ich an Models?

In dem meisten Fällen ist es nicht nötig professionelle Models zu engagieren. Gut, wenn man selber viel Erfahrung hat und bei größeren Projekten lieber den Kopf für andere Dinge frei hat, dann kann es durchaus sinnvoll sein, mit einem Model zu arbeiten, das schon relativ viel Erfahrung mitbringt.

Anderenfalls ist es gut, im erweiterten Freundeskreis rumzufragen, wer nicht mal Lust hätte, ein paar Fotos zu machen. Im Endeffekt springen auch für das Model kostenlos Fotos dabei raus :-)

Es lohnt auch in lokalen Fotogruppen auf Facebook oder anderen sozialen Netzwerken aktiv zu sein und direkt Leute anzuschreiben. Ansonsten bietet die Model-Kartei Kontakt zu vielen mehr und weniger erfahrenen Models.

Im Endeffekt muss natürlich jeder für sich selber entscheiden, wie viel Zeit man für solche freien Arbeiten zur Verfügung hat. Ich kann nur jedem ans Herz legen, sich immer mal Zeit dafür zu nehmen.

Hier sind noch ein paar Links, die das Thema ein wenig vertiefen:

Auch für TfP-Shootings ist es oft sinnvoll, vorher einen Vertrag aufzusetzen. Hier sind ein paar Musterverträge zu finden:

Falls es mal Probleme mit der Freigabe von Bildern geben sollte, hat Michael Omori Kirchner ein paar Tipps dazu zusammengestellt:

Hier noch ein paar Bilder aus meinem letzten TfP-Shooting:

Weiterlesen

Rückblick auf die Foto-Convention “Fit for Future”

Vom 18. bis 19. März 2016 stand Zingst wieder ganz im Zeichen der Fotografie. Grund dafür war die Foto-Convention „Fit for Future“. Zahlreiche bekannte Fotografen standen als Speaker auf der Bühne und haben spannende Einblicke in ihre Arbeiten vermittelt.

Ein kurzen Überblick über das Programm zeigt dieses Video der Erlebniswelt Fotografie Zingst:

Eines meiner persönliches Highlight war Tom Nagy mit seinem Projekt „Lost Animals“ (http://www.tomnagy.com/Series)

20160319_64183
Lorenz Holder (l.) und Ulf Duda (m.) sprechen über die Zukunft der Actionfotografie

In den Pausen standen die Speaker für Fragen und Mappengespräche zur verfügung. Ich konnte hier viele neue, nette Menschen kennenlernen. Weiterhin konnte ich hierdurch einige Fragen zu meinen beruflichen Vorstellungen klären.

Aus diesem Event haben sich noch ein paar weitere Projekte ergeben, zu denen ich im Laufe des Jahres noch berichten werden.

Abgeschlossen wurde das ganze Spektakel mit dem traditionellen „Lichtertanz der Elemente“. Eine Licht- und Laser Show, die großartige Möglichkeiten zum fotografieren bietet.

 

Als nächstes kommt das Umweltfotofestival »horizonte zingst« – SAVE THE DATE: 28. Mai – 05. Juni 2016

 

Weiterlesen

Über den Unordnungszyklus und das dynamisches Chaos

„Pack alles wieder dahin, wo du es her hast, wenn du aufhörst es zu benutzen“ – bekommt man zu hören, wenn man sich mal wieder in seiner Unordnung begraben hat. Aber dabei ist ein gewisses Maß an Unordnung gesund! Ich kann zwar keine Studien vorweisen, die das belegen, aber das sagt mir zumindest mein Gefühl.

Letztens habe ich mit meinen Eltern mal wieder darüber diskutiert, dass ich jetzt nicht mein Zimmer aufräumen möchte. Dabei habe ich folgenden Erkenntnis erlagt:

„Unordnung ist nichts statisches, es ist nicht einfach da, sondern es bewegt sich. Unordnung ist dynamisch.“

Bei mir durchläuft fast alles den folgende Unordnungszyklus :

Unordnungszyklus

Im Prinzip ganz einfach: alles was ich irgendwann nicht wieder dahin gestellt habe, wo es ursprünglich mal stand, fliegt durch diesen dynamischen Prozess und kommt da erst wieder raus, wenn ich es an einen anderen Ort stelle.

Und genau hier liegt der Knackpunkt: Wenn alles im Zimmer immer so bleibt wie es ist, gewöhnt sich unser Gehirn dran und es wird langweilig. Damit wir hier für mehr Kreativität sorgen können, darf man ruhig ein bisschen „dynamisches Chaos“ zulassen.

Eben frei nach dem Motto „Das ist keine Unordnung – hier liegen überall Ideen rum“

Das ist natürlich kein Freifahrtschein alles irgendwo liegen zu lassen, aber am Ende ist es ja euer Ding.

In dem Sinne: Es ist nicht weiter schlimm, wenn es mal ein bisschen chaotisch aussieht – das ist ein Zeichen von Leben!

Weiterlesen

Warum die letzte Woche so einmalig war:

Screenshot 2015-11-13 16.54.38

In der letzten Woche ist viel passiert, unglaublich viel. Es begann alles damit, dass unsere Deutschlehrerin mich fragte, ob ich sie nicht während der Projektwoche technisch und mit Know-How unterstützen kann, weil dieser Kurs sich zum Ziel gemacht hat, Kurzfilme zu drehen – na klar kann ich das. Als ich dann die ausgehängten Projekte begutachtet habe, stand auf einem Plakat groß „Wunschkind“.

Kurz vor beginn der Projektwoche wurde mir erst klar, dass die Teilnehmer in dem Kurs auch Babysimulatoren bekommen. „Es wäre doch sicher spannend, die mal dabei zu filmen, wie sie sich um die Babys kümmern“, war mein Gedanke, der anschließend folgte. Die Idee, diesen Kurs dokumentarisch zu begleiten, war geboren. Danach alles mit den Kursleitern abgesprochen – läuft!.

Nach einer kleinen Einführungs- und Vorstellungsrunde des Projektkurses, haben sich schnell die arbeitenden Teams zusammengefunden. Interessanterweise sammelten sich alle, die schon Erfahrungen im Foto & Video Bereich haben an einem Tisch zusammen – dass es vielleicht förderlicher für die Ergebnisse der anderen Gruppen gewesen wäre, diese Leute aufzuteilen, ist zum Glück niemandem aufgefallen ;-).

Als ich zu Beginn meinen Gruppenmitgliedern von meinem nebenläufigen Projekt, den Kurs „Wunschkind“ zu dokumentieren ,berichtete, war schnell klar, dass ich das nicht alleine bewältigen kann und muss.

Zurückblickend haben wir jedoch einen entscheidenden Fehler gemacht: Wir haben kein Storyboard erstellt. In Zukunft würde ich bei jedem Projekt ein Storyboard erstellen. Das führte einfach dazu, dass wir wild durcheinander Interviews von Passanten sowie Mamas und Papas auf Zeit gedreht haben, ohne einen Plan zu haben, was wir überhaupt später brauchen. Etwa nach 2,5 Tagen kam uns dann der Blitzgedanke, dass es doch besser wäre, wenn wir unsere Energie nicht in zwei Projekte (also Wunschkind-Doku und Kurzfilm-Typisch) stecken, sondern uns auf ein Projekt beschränken, das dann auch ein bisschen umfangreicher werden darf. Nach kurzem Brainstorming war die Idee, dass wir ganz easy damit starten, Passanten zu fragen „Was ist für Sie ein Vorurteil?“ – „Sind Ihnen Vorurteile bewusst“ und weitere Ansprachen zu aktuellen Themen und im Anschluss zum Thema „Typisch Teenie-Mütter“ switchen, und dort dann den Wunschkindkurs einbauen. Soweit zu unserem Plan.

Das erklärt aber noch nicht, warum diese Projektwoche so unglaublich für mich war. Normalerweise herrscht an unserer Schule striktes Handyverbot, doch in dieser Woche schien das wie aufgelöst – fast niemand hat auch nur ein Muks von sich gegeben, als der ganze Kurs die Handys draussen hatte. Natürlich nur, um damit zu arbeiten 😉

Aber das war nur eine Seite der Medaille. Weiterhin war es ein tolles Gefühl mit anzusehen, wie wir jeden Tag etwas mehr geschafft haben und wie wir selbst dazu beigetragen haben, ein Projekt wachsen zu lassen und am Ende zu vollenden. Das Tolle an meiner Gruppe war, dadurch, dass jeder schon Kenntnisse mitgebracht hat, konnten wir uns alle aufeinander verlassen. Wir konnten gemeinsam Ideen einbringen und diskutieren und haben das wirklich alleine geschafft. Um damit mal zum Thema Klischees zu kommen bedeutet das, dass wir damit das Klischee „Jugendliche sind faul, nicht ehrgeizig und bringen nichts zu Ende“ widerlegt haben.

Wir haben unglaublich viel gelacht und hatten verdammt viel Spaß, beim Drehen – was man auch den Outtakes ansieht. Leute: Wir waren ein geiles Team!

Selten habe ich mich so wenig auf Freitag gefreut, wie in dieser Woche. Aber nicht nur der Spaß hat diese Woche besonders gemacht, sondern auch die Erfahrungen. Wir haben voneinander viel gelernt und nach dieser Woche habe ich das Gefühl, unglaublich viele Erfahrungen gemacht zu haben. Schade, dass diese Woche nun schon vorbei ist.

Weiterlesen

Warum ich einen Blog betreibe!

Warum_ich_einen_Blog_betriebe

Ich verfolge derzeit auch einen Marketing Blog und mir ist aufgefallen, dass meine Motivation eine grundlegend andere ist als die, die ich angeblich für einen erfolgreichen Blog bräuchte.

Blog oder Blog-Business?

Vielleicht ist der Ausdruck Blog nicht ganz richtig, denn auf dem Affenblog ist immer von einem Blog-Business die Rede.

In erster Linie schreibe ich diesen Blog nicht für dich, sondern für mich. Hoffentlich bist du jetzt nicht böse, aber der Blog soll nicht nur dir sondern auch mir als Wissensdatenbank dienen.

Das kommt daher, dass man als Fotograf viele Phasen durchläuft und in genau diesen sammelst du die meisten Erfahrungen rund um das Thema. Das Problem ist, wenn du durch die Phase durch bist, kann es vorkommen, dass du dich eine längere Zeit nicht mehr mit diesem Thema beschäftigst. Logischerweise vergisst du dann auch einiges. Und genau an dieser Stelle soll mich mein Blog unterstützen. Ich schreibe meine Erfahrungen, die ich in meinen Phasen  sammle, auf damit ich mich später wieder erinnern kann, wie das eigentlich so funktioniert.
Das Affenblog schreibt aber, dass ich den Blog für dich schreiben muss, damit er erfolgreich wird. So gesehen ist es natürlich absurd, dass ich diesen überhaupt verfolge, aber wenn ich nun schon alles aufschreibe, warum dann nicht dafür sorgen, dass auch andere Menschen davon profitieren können ;-).
Entweder es finden sich Menschen, die meinen Blog interessant finden oder ich schreib eben für mich alleine – was natürlich weniger motivierend ist.

Und wo soll’s später lang gehen?

Schon öfter habe ich mir Gedanken gemacht, was ich später beruflich werden möchte. Lustigerweise ist es nicht Fotograf. Ich würde gerne ein duales Studium als Wirtschaftsinformatiker machen. Gleichzeitig wünsche ich mir aber, dass dieser Blog irgendwann immer mehr Menschen erreicht, ihnen bei ihren Problemen hilft und ich damit vielleicht ein zweites Standbein aufbauen kann. Aber bis es soweit kommt, kann es noch ein Weilchen dauern, oder es kommt auch nie so – das werden wir dann sehen.
Ich habe auch großes Interesse für Computer und Informatik entwickelt, deshalb arbeite ich auch viel im Background. Mir ist bei einigen Blogs aufgefallen, dass dort das erst beste Design genommen wird und dann geht’s auch schon los. “Content is king” – das mag in gewisser Weise stimmen, aber ich bin der Ansicht, dass ich meinen Blog auch selber gerne besuchen muss, damit sich überhaupt ein paar Menschen finden die sich länger als ein paar Sekunden hier aufhalten. Daher investiere ich nicht nur Zeit in die Texte die du hier liest, sondern auch in ein hübsches Design (selbst das finden eines hübschen und modernen und zugleich kostenlosen Theme nimmt unglaublich viel Zeit in Anspruch), in das Suchen von Plugins welche u.A. die Performance steigern und manche die eine hübsche Galerie zeigen, dann gibt’s noch wieder andere die machen so eine hübsche Lightbox, wenn du auf Bilder klickst und dann arbeite ich ebenfalls an Projekten die etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen, darunter auch ein eBook :-).

Noch mehr Gründe zu bloggen:

Es gibt aber noch ein paar mehr Gründe warum ich blogge, einer davon ist Spaß.

Es macht mir Spaß Blogtexte zu schreiben: Ich kann schreiben, was ich will, es findet keine Zensur und auch keine Bewertung statt. Es ist nicht notwendig, dass ich ein Buch oder einen anderen längeren Text über ein Thema lesen muss, was mich sowieso nicht interessiert, so wie in der Schule. Genauso habe ich Spaß daran, dieses Blog zu betreiben, mit all seinen Hintergrundarbeiten die ich vorhin schon einmal angerissen habe.

Positiver Nebeneffekt ist auch, dass sich meine Schrift verbessert. Nicht die Handschrift, die kann man immer noch nicht lesen, aber das viele Schreiben übt. Ich erinnere mich noch an die ersten Beiträge. Jedes Mal, wenn ich einen Korrektur gelesen habe, veränderte ich Unmengen an Satzstellungen oder Wörter, weil mir das nicht so gefiel. Das ist jetzt anders, vielleicht bin ich auch einfach selbstbewusster geworden, aber ich denke trotzdem, dass das viele Schreiben meinen Noten im Deutschunterricht nicht schaden wird.

Fazit

Auch wenn dieGrundmotivation eine andere ist, so freue ich mich trotzdem über jeden, der sich dafür interessiert, was ich schreibe – denn das motiviert zusätzlich. Also, wenn du mich ein wenig unterstützen willst, würde ich mich freuen, wenn du dich für den Newsletter anmelden würdest oder einfach einen kleinen Kommentar hinterlässt.Bist du selber Blogger? Schreib mir ein bisschen was über deine Motivation, warum du bloggst und lass auf jeden Fall den Link da – auch wenn dein Blog überhaupt nicht themenverwandt zu meinem ist, ich freu mich immer neue und spannende Blogs zu entdecken :-)

Weiterlesen

Mein zweiter Bildband powered by FOTOFABRIK.de

IMG_0706

Vor einigen Wochen bekam ich von FOTOFABRIK.de eine E-Mail, in der ich gefragt wurde, ob ich nicht gerne mal ein Fotobuch von denen ausprobieren möchte. Ich bin ein absoluter Fan von Fotobüchern, also habe ich sofort zugesagt und begonnen, einen zweiten Bildband zu gestalten. Thema sollte Schwarz-Weiß sein, das stand fest. Da ich gerade bei uns im Amt eine Ausstellung laufen habe, die sich ebenfalls mit Schwarz-Weiß Fotografien beschäftigt, sind auch viele der ausgestellten Bilder in dem Buch vorzufinden.

Wie auch den ersten Bildband, habe ich auch dieses Buch in InDesign gelayoutet. An dieser Stelle möchte ich positiv anmerken, dass Fotofabrik.de für solche Fälle einen speziellen PDF-Upload integriert hat!

Nach dem Upload der PDF-Dateien, konnten weitere Extras hinzugefügt werden. So habe ich mich z.B. für schwarze Deckseiten entschieden, da der Rest des Buches ebenfalls in schwarz gehalten ist. Da ich kein Freund von glänzendem Ich-kann-jeden-Fingerabdruck-sehen-Papier bin, war klar, dass das Cover sowie auch das Fotopapier matt sein würde.

Nachdem das Fotobuch relativ zügig bei mir ankam, war der erste Eindruck durchweg positiv. Das Cover, das Papier sowie die Verarbeitung sind sehr hochwertig. Besonders gut hat mir gefallen, dass das Fotobuch gebunden und nicht geklebt ist.

Fazit

Vielleicht hört sich das ganze jetzt ein wenig so an, als wenn ich für die folgenden Worte bezahlt werden würde – ist aber nicht so :D. Von mir bekommt Fotofabrik.de das Urteil „Sehr gut“. Ich bin nicht der Typ, der jetzt mit der Lupe rumgeht und schaut, ob auch überall der Ausdruck ohne Farbstich und gleichmäßig ist. Ich sehe einfach mit meinen Augen, dass mir das Buch gefällt und das die Qualität stimmt. Auch wenn ich das Fotobuch mit ca. 45 € auch nicht gerade als günstig empfinde, so kann ich doch behaupten, dass es seinen Preis wert ist 😉 – von mir klare Empfehlung! Hier kannst du dein eigenes Fotobuch erstellen

PS: Im übrigen, wer Interesse hat, diesen Bildband sein eigen nennen zu können, kann mir eine kurze Mail an ich@jonas-oelke.de schreiben …

Weiterlesen

Nach Hitze folgt Gewitter: Tipps zum Blitze fotografieren

Gewitter mit Blitzen und Donner haben auf Menschen schon immer eine große Faszination ausgeübt. Besonders reizvoll ist es, diese Naturgewalt auf eindrucksvollen Aufnahmen festzuhalten. Ein Gewitter ist eine luftelektrische Entladung eines meteorologischen Ereignisses. Auf Deutsch: Gewitter ist ein Unwetter mit Blitzen und Donner, das häufig mit Regen, Hagel oder Sturm verbunden ist.

Vorbereitung

Um Blitze richtig fotografieren zu können, muss zuerst in Erfahrung gebracht werden, wann und wo ein Gewitter stattfinden wird. Dazu sollten zu Beginn Unwetterwarnungen oder Wetterberichte studiert werden. In vielen Fällen sind Blitze auch schon aus größerer Entfernung zu sehen. Die Stimmungen eines Gewitters bei Nacht sind dabei viel interessanter als am Tag und die Wahrscheinlichkeit, eindrucksvolle Blitze auf Fotos abzulichten, ist größer. Besonders schöne Fotos von Blitzen erhält man auch, wenn die Landschaft in das Bild einbezogen wird.

(jonas-oelke.de) Bild 1

 

Bevor man mit dem Ablichten von Blitzen beginnt, muss die Wahl des richtigen Standortes erfolgen. Dabei wirkt ein Gewitterbild, auf dem sich kein Regen befindet, schöner und stimmungsvoller, als ein Bild mit Niederschlag. Um den richtigen Ort zu finden, sollte vorher ein Niederschlagsradar studiert werden, um die Richtung eines heranziehenden Gewitters vorherzusehen. Wer allerdings erst üben möchte, kann mit dem Fotografieren auch aus einem Fenster zu Hause beginnen.

Ist es nicht möglich, einen regenfreien Standort zu finden, muss ein besonderes Augenmerk auf die Ausrüstung gerichtet werden. Schon wegen der eigenen Gesundheit und der Kamera sollte ein geschützter Standort ausgesucht werden, wofür sich zum Beispiel Brücken oder Gebäudeeingänge sehr gut eignen.

Ausrüstung und Kameraeinstellungen

Wichtigste Voraussetzung ist natürlich eine Kamera mit der Möglichkeit zur Langzeitbelichtung. Spiegelreflexkameras bieten die Einstellmöglichkeit “B”(Bulb), bei denen der Verschluss sich solange öffnet, wie der Auslöser gedrückt bleibt. Gerade wegen der langen Belichtungszeiten sollte zusätzlich ein Stativ verwendet werden, um ein Verwackeln zu vermeiden. Weiterer Vorteil eines Stativs ist, dass die Kamera nicht ständig gehalten werden muss und später mehrere Blitzfotos zusammengelegt werden können.

Als Objektiv eignet sich ein Weitwinkelobjektiv, denn mit diesem kann ein größerer Ausschnitt des Himmels fotografiert werden. Zusätzlich kann die Kamera mit einem Fernauslöser bedient werden. Für das Fotografieren von Blitzen empfiehlt sich zudem ein niedriger ISO Wert, wie ISO 100 oder ISO 50. Die Blende kann bei der Blitzfotografie individuell gewählt werden, wobei allerdings beachtet werden muss, dass sich die Belichtungszeit mit einer weiter geöffneten Blende verkürzt. Hier müssen mehr Fotos hintereinander geschlossen werden, als mit einer geschlossenen Blende. Gibt es nur wenige Blitze, kann eine längere Belichtungszeit gewählt werden, wodurch sich die Chance, einen Blitz “zu treffen”, erhöht.

Bei der Gewitterfotografie findet ein Autofokus häufig keinen festen Punkt und kann das Motiv nicht automatisch scharf stellen. Es empfiehlt sich daher, die Schärfe manuell einzustellen. Wichtig ist ebenfalls, die Kamera immer während der Belichtungszeit völlig ruhig und frei von Erschütterungen zu halten.

Durchführung

(jonas-oelke.de) Bild 2

 

Zu Beginn sollte die Kamera auf dem Stativ montiert werden. Natürlich muss jetzt der richtige Moment gefunden werden, um den Blitz auch auf dem Bild zu “treffen”. Ziel ist, möglichst lange zu belichten, wobei eine Belichtungszeit von 5- 30 Sekunden gewählt werden kann. Anschließend kann die Kamera erneut ausgelöst werden. Bei einem Apparat mit dem “Bulb-Modus” kann solange belichtet werden, wie der Auslöser gedrückt wird.

Nach erfolgreicher Fotosession kann Blitz-Schnappschüssen mit einem Bildbearbeitungsprogramm noch der letzte Schliff verliehen werden. Möglich ist, beispielsweise verschiedene Einzelaufnahmen eines Gewitters auf einem Foto zusammenzufügen. Die Aufnahmen können anschließend auf Fotopapier in verschiedenen Größen ausgedruckt und sogar auf Poster-Formate vergrößert werden. Auf dem Portal gutscheinbunny.de gibt es zahlreiche Gutscheine in der Kategorie Foto & Druck, mit denen sogar noch etwas gespart werden kann.

Bildmaterial:

© Ride the Lightning (Owen / Flickr, CC BY-SA 2.0)

© Lightning (Joe Vahling / Flickr, CC BY 2.0)

Weiterlesen

Mein CEWE FOTOBUCH

Alles begann zur Foto-Convention im März . Dort war ich für die Dokumentation zuständig. Es ergab sich, dass auch Bastian Freese aus dem CEWE Fotokultur Marketing an den Doku-Bildern interessiert war.

Es folgte ein Telefonat, in dem Bastian mir anbot ein CEWE FOTOBUCH zu gestalten, damit ich ein professionelles Portfolio habe, das ich vorzeigen kann.

Schon bald machte ich mich an die Gestaltung meines Bildbandes.

Ich bin ebenfalls ein Sprücheliebhaber und um in das CEWE FOTOBUCH noch ein bisschen Pepp reinzubringen, entschied ich mich die Bilder mit Sprüchen (aus der Fotografie) zu ergänzen.

Ein Dank geht an den Stralsunder Fototreff, der zur Namensgebung maßgeblich beigetragen hat :-)

Zur Erklärung: Bei unseren Plaudermeetings die meist von der Speisekarte begleitet werden, trinke ich oft Früchtetee – das Beste dabei ist jedes Mal der Keks.

Das CEWE FOTOBUCH soll mit seinen Bildern eine bunte Mischung mit Motiven aus verschiedenen Themengebieten darstellen (der Früchtetee). Ergänzt wird dieser um den Keks, also die Sprüche, die dem ganzen das I-Tüpfelchen verpassen sollen. Eingeteilt ist der Bildband in 5 Abschnitte, die jeweils einen Krümel darstellen.

In Wirklichkeit sind es sechs Krümel, aber das ist bislang nur mir aufgefallen – also: Pscht!

Zum Fotofestival hatte Bastian mir das CEWE FOTOBUCH überreicht. Es ist schon ein tolles Gefühl seinen ersten Bildband in Händen zu halten :-) – auch die Qualität dieses Produkts hat mich überzeugt.

In diesem Sinne einen riesigen Dank an dich Bastian, dass du mir das ermöglicht hast 😉

Weiterlesen

Eine Sammlung an Presets

 Hast du noch keine Ahnung was Presets sind, was sie dir nützen und wie du damit deinen Workflow beschleunigst? Dann schau lieber erst mal hier vorbei ;-).

Dieser Beitrag soll eine kleine Preset-Sammlung darstellen, in dem ich meine verwendeten Presets erkläre und zu einem Download verlinke.

Presets aus der DOCMA

DOCMA 300 looks/h

Dieses Preset-Set ist zu umfangreich, um auf jedes Preset einzeln einzugehen, daher siehst du hier nur eine Auswahl an Presets, die in dem Set enthalten sind. Hier ein Beispiel:

DOCMA-V2-01K-Outdoor4-Studiolight

Auch wenn hierbei nur mit Available-Light gearbeitet wurde, machte sich das Preset für Studiolicht trotzdem gut 😀

Hinweis: zur Erklärung dieses Paketes hat Christoph Künne hier einen Comic herausgegeben

Mehr zur Verwendung dieses Systems im Beitrag “Lightroom: arbeiten mit Presets

Download

 

DOCMA-02-Def-Hochzeit-Schwarzweiss

Dieses Preset erzeugt mega coole Kontraste bei Schwarzweiss-Bildern:

Download

 

DOCMA-02-Def-Hochzeit-HarterKontrast

Download

 

Info Parrot

HDR – Black & White

Download – hier gibt’s auch weitere Bildbeispiele 😉

 

Ich werde diese Sammlung stetig ergänzen, wenn ich neue Presets entdecke und auch produktiv einsetze. 

Weiterlesen