Grundkurs Fotografie: Kameramodi P, A, S, M

Grundkurs Fotografie: Kameramodi P, A, S, M - Header

Dieser Beitrag erweitert die Reihe Grundkurs Fotografie um den mittlerweile dritten Beitrag. Dieser wird sich dieses Mal mit den vier Kameramodi P, A, S und M beschäftigen. Es wird erklärt, was in welchem Programm möglich ist und wann es sinnvoll ist, eines dieser Programme zu verwenden.

Grundsätzlich empfehle ich, von der Automatik wegzukommen, um die volle Kontrolle zu haben, sodass es nicht immer Zufall ist, dass jenes Bild gut aussieht. Zu dieser Beitragreihe gehören auch die Beiträge Blende, ISO, Zeit und RAW und Weißabgleich. Hier werden die genannten Parameter erklärt und es wird versucht, dadurch auch den Einstieg in das manuelle Fotografieren zu erleichtern.

Nicht jede digitale Kamera bietet alle aufgeführten Kameramodi, die meisten Kompaktkameras bieten z.B. nur den automatischen Modus und einige Szenenprogramme. Falls ein Kamerakauf ansteht, sollte darauf geachtet werden, dass diese Kameramodi vorhanden sind, sofern man anstrebt sich näher mit der Fotografie zu beschäftigen und vielleicht auch mal aus der Automatik raus möchte, um kreative Bildideen umzusetzen oder weil man einfach gerne wüsste, wie sich diese Parameter, die normalerweise von der Automatik eingestellt werden, auf das Bild auswirken.

Programmautomatik – P

Dieser Modus ist der erste Schritt ins manuelle Fotografieren. Die Kamera übernimmt immer noch die Parameter Blende und Verschlusszeit, jedoch hat der Anwender die Möglichkeit mit einer Belichtungskorrektur darauf Einfluss zu nehmen. Dies ist besonders bei schwarzen oder weißen Motiven nötig, da hier die Vollautomatik so belichten würde, dass diese Bereiche auf dem Foto grau erscheinen. Die Belichtungskorrektur wird in Blenden (Siehe “Blendenstufen”) angegeben. Das bedeutet: ist die Belichtungskorrektur auf +1,0 eingestellt, wird es doppelt so hell aufgenommen wie es die Automatik vorgeschlagen hätte. Ebenfalls sind in diesem Modus alle weiteren Parameter wie z.B. ISO-Empfindlichkeit oder Weißabgleich manuell zugänglich. Lediglich Blende und Verschluss werden noch (halb-)automatisch gesteuert.

Zeitautomatik – A

Canon-User dürfte dieser Modus unter dem Namen Av bekannt sein. Dieser Modus bietet die gleichen Einstellmöglichkeiten wie der Modus P, mit der Ausnahme, dass hier auch die Blende manuell angepasst werden kann. Dieser Modus ist immer dann sinnvoll, wenn die Länge der Belichtungszeit eher nebensächlich ist, sondern viel mehr die Blende die Hautrolle spielt. Zum Beispiel wenn ich gezielt Fotos mit geringer Schärfentiefe haben möchte, ebenso wenn ich gerade Zeitraffer mache indem sich die Lichtverhältnisse mit zunehmender Zeit ändern (z.B. Sonnenauf- und Untergänge). In so einem Fall stell ich alles ein so wie ich es brauche (bis auf die Belichtung) und starte nun die Aufnahme. Mit sinkender Sonne verlängert sich die Belichtungszeit automatisch, sodass das Gesamtbild trotzdem erhalten bleibt.

Blendenautomatik – S

Benutzer einer Canon DSLR werden diesem Modus wahrscheinlich unter dem Namen Tv bei sich auf dem Wahlrad finden. Wie bei den vorherigen Modi können die meisten Einstellungen manuell bedient werden. Hier wird lediglich die Blende automatisch von der Kamera festgelegt. Die Helligkeit eines Bildes kann wieder mit der Belichtungskorrektur angepasst werden um, wenn gewünscht, ein helleres oder dunkleres Bild zu bekommen. Ich persönlich verwende diesen Modus so gut wie nie, weil sich für mich nicht die Situationen ergeben, in denen ein Einsatz hiervon Sinnvoll wäre.

Manuell – M

In diesem Modus ist meine Kamera in den meisten Fällen eingestellt. Hier kann ich alle Parameter manuell einstellen und muss nicht hoffen, dass die Automatik vielleicht was gutes fabriziert. Jedoch ist es dazu notwendig, dass man weiß, wie sich die Parameter Blende, ISO und Verschlußzeit auf das Bild auswirken. Ebenso können die hier vorgestellten Programmmodi helfen, irgendwann überwiegend den manuellen Modus zu benutzen. Ich muss aber zugeben, dass meine Kamera es mir ziemlich leicht macht, den manuellen Modus zu benutzen, da ich mit einer spiegelosen OLYMPUS OM-D arbeite, sehe ich quasi schon das fertige Bild im Sucher. Ich sehe sofort, wie sich die Änderung der Belichtungszeit auf das Bild auswirkt, bei normalen DSLRs kann einen lediglich die Belichtungswaage unterstützen.

Dieser Beitrag war der vorerst letzte zu der Beitragsreihe Grundkurs Fotografie. Habt ihr noch Wünsche oder Fragen, die ich vielleicht noch in diese Reihe aufnehmen sollte? Dann schnell eine Email schreiben an ich@jonas-oelke.de … Und vielleicht wird deine Frage mit einem kommenden Beitrag beantwortet 😉

 

Jonas Oelke

Jonas Oelke

Ich bin Jonas Oelke - Der Typ hinter dem Blog. Der Blog ist meine Tobewiese, alles was mich so interessiert und worüber ich schreiben möchte kommt hier zur Sprache. Das Hauptthema ist aber die Fotografie. Mehr unter "Über mich"

3 Kommentare zu “Grundkurs Fotografie: Kameramodi P, A, S, M

  1. Wer hilft mir weiter,
    ich war ein ambitionierter Hobbyfotograf mit Dankelkammer und mehreren analogen Spiegelreflexkameras, Exakta, Praktika, Minolta, Nikon. Seit ein paar Jahren mache ich nur noch Digitalaufnahmen mit einer Kompaktkamera Lumix. Welche preiswerte Digitalkamera hat ganz normale Blenden und Zeitautomatikprogramme?
    Frank

    1. Hallo Frank,

      dank für deinen Kommentar. Das hat so ziemlich jede 😀
      Für eine genauere Beratung wäre auf jeden Fall das Budge wichtig zu wissen.
      Schreib doch mal eine Mail mit genaueren Informationen an ich@jonas-oelke.de
      vielleicht kann ich dir ja weiterhelfen 😉

      viele Grüße
      Jonas

    2. NikonD40 kann ich empfehlen, hat alles, was man braucht (es sei denn, man ist Hightech Fotograf) ….kostete vor 10 Jahren 300-400€, heute sicher für 200€ zu haben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


× neun = 72