Was liegt denn da in der Toilette?

Wer regelmäßig meinen Blog verfolgt, wird bemerkt haben, dass schon lange kein Beitrag mehr über meinen Schüleraustausch nach Frankreich erschienen ist. Das hängt damit zusammen, dass ich einfach nicht mehr genau weiß, worüber ich denn schreiben soll. Ich habe schon so gut wie alles erzählt und es passiert einfach nichts Neues und Interessantes mehr. Es wurde mir gegenüber aber großes Interesse an einem weiterem Beitrag geäußert, deshalb versuche ich nun einige Dinge zu finden, die ich bislang verschwiegen habe.

Steckdosen

Dieser Stichpunkt sollte eigentlich schon in einem der vorherigen Beiträge behandelt werden, aber irgendwie ist das immer in Vergessenheit geraten. In Frankreich gibt es ein klein wenig andere Steckdosen als in Deutschland. Ich habe keine Ahnung, womit das zusammenhängt, aber es könnte vielleicht für all jene von Bedeutung sein, die vorhaben, früher oder später einmal nach Frankreich zu fahren. Die meisten deutschen Stecker sind mit diesen Steckdosen hier kompatibel, dennoch sollte bei älteren Geräten vorher geprüft werden, ob dieses Loch für den “Nupsi” vorhanden ist – nicht das es zu bösen Überraschungen kommt.

Kacka machi

Ja das ist so eine Sache hier mit den Toiletten. Ich erwähnte ja bereits, dass die Schultoiletten hier teilweise noch schlimmer sind als einige Autobahntoiletten in Deutschland, aber auch woanders sind mir … ähm nennen wir es “Unterschiede” aufgefallen. Eine Freundin war so lieb und hat mir eine kleine Übersicht der bisher bekannten Toilettenarten geschickt. Das ganze habe ich dann digitalisiert und die kleinen Figürchen in mühseliger Fummelarbeit freigestellt, da diese auf liniertem Papier waren und die Linien so ziemlich den gleichen Blauton hatten wie die Tinte.

2014-11_03_FR_Kacka_ToilettenartenFür das männliche Volk  dürften es wohl in den meisten Fällen keinen Unterschied in der Benutzung geben, aber sollte wirklich mal der Fall eintreten, dass man eine “Sitzung machen” muss, dürfte wohl jeder das “Normalklo” bevorzugen.

Ach ja, die Worte “Spülen” und “Klobürste” scheint es nicht im französischen Wortschatz zu geben. Oft wird hier nach dem Motto “klein bleibt stehen groß muss gehen” gelebt – aber auch hier gibt es Ausnahmen. Nein ich meine nicht, dass trotzdem mal nach klein gespült wird … sondern das Gegenteil! 😀 Während meines Aufenthalts hier habe ich schon mindestens 4-5 nicht runtergespülte Kacka gefunden. Und regelmäßig bleibt das was bei uns mit der Klobürste entfernt wird, einfach kleben. Die Klobürste steht bei uns übrigens so weit hinter der Toilette, dass ich anfangs dachte, die haben hier gar keine. Ich will das nicht unbedingt verallgemeinern, aber ich habe auch von einer Freundin, die ebenfalls einen Austausch gemacht hat, ähnliches gehört.

Abends an der Brücke zur île de Ré

Kommen wir jetzt zu einem fotografischen Thema. Ziemlich dicht von uns, ist eine Brücke die La Rochelle und die île de Ré” miteinander verbindet. Brücken haben so etwas faszinierendes an sich. Ich weiß nicht was, aber auf jeden Fall konnte ich es mir nicht entgehen lassen, diese einmal zur blauen Stunde zu besuchen und mit ihrer Beleuchtung abzulichten. Dabei ist das folgende Panorama rausgekommen:

E-M5 - ISO 100 - 12mm - f8
E-M5 – ISO 100 – 12mm – f8

Durch die immer weiter fortschreitende Dämmerung, musste ich in diesem Falle auf die Belichtungsautomatik zurückgreifen. Ansonsten wäre in dem Panorama ein Helligkeitsverlauf, der auf der rechten Seite wahrscheinlich imSchwarz enden würde. Auf der linke Seite habe ich mit einer Belichtung von “nur” 8 Sekunden angefangen, das ganz letzte Bild auf der rechten Seite wurde mit 60 Sekunden belichtet, um die gleiche Stimmung zu haben wie auf dem ersten.

Sonntagspicknick

Picknick, das hört sich doch cool an. So schön idyllisch … Nun ja, hier hat Picknick für mich eine ganz andere Bedeutung bekommen.

Jeden Sonntag ist der Vater von meinem Austauschschüler von früh morgens bis spät abends auf Jagd. Und jeden Sonntag treffen wir uns mit ihm zum Mittag auf dem Vereinsgelände, um zu picknicken. Doch so toll das auch klingt, das ist es nicht. Wenn wir die 20-30 minütige Hinfahrt überstanden haben, sind meistens schon die anderen Jäger da. Dann wird sich ein wenig unterhalten und es gibt etwas zu trinken. Irgendwann fängt man dann an, mal darüber nachzudenken, ob es nicht vielleicht an der Zeit ist, mal so langsam den Tisch aufzubauen. Bei gutem Wetter steht der Tisch draußen in der Sonne, bei Regen oder viel Wind eben unter der Überdachung. Danach werden Chips und andere Snacks aufgetischt und es wird sich wieder unterhalten.

Während die Anderen so gegen 13:15 anfangen, mal so darüber nachzudenken, ob man jetzt vielleicht unter Umständen mal etwas essen möchte, könnte ich schon einen Bären verschlingen.  Das Essen besteht aus Resten von der ganzen Woche, ihr könnt euch das in etwa so vorstellen: aufgewärmt, abgekühlt, aufgewärmt, abgekühlt und wieder aufgewärmt.

Nach dem Essen entstehen unter den Erwachsenen wieder lange Gespräche und ich muss zusehen, wie ich die Zeit totschlagen kann. Wenn dann alle so nach und nach verschwinden, räumen wir den Rest weg und packen auch ein. Es erwartet uns eine 20-30 minütige Rückfahrt mit voraussichtlicher Ankunft zwischen 15:00 und 15:30 Uhr, dann ist auch schon der halbe Nachmittag rum.

 

Jonas Oelke

Jonas Oelke

Ich bin Jonas Oelke - Der Typ hinter dem Blog. Der Blog ist meine Tobewiese, alles was mich so interessiert und worüber ich schreiben möchte kommt hier zur Sprache. Das Hauptthema ist aber die Fotografie. Mehr unter "Über mich"

2 thoughts to “Was liegt denn da in der Toilette?”

  1. Hallo,
    der Artikel ist bombig geschrieben. Das Pano von der Brücke hat auf jeden Fall “Pfeffer”, sehr edel! Auch die anderen Fotos (zu mindest zum Teil) sind top deluxe! Ansonsten bleibt nur zu sagen: andere Länder, andere Sitten – besonders im Bezug auf Kacka machi…

    Auf jeden Fall werde ich hier des öfteren rein schauen.

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