Selbstdialog zur Erhaltung des Email-Postfaches

2015-02_01_Postfach_header

Im Folgenden mal eine etwas andere Art von Beitrag, die auf eine Unterhaltung mit Nina C. beruht – von ihr kommt übrigens auch die Idee für den Titel.

„Du glaubst nicht, was mir letzten Samstag passiert ist!“ – Damit beginnt immer eine gelungene Unterhaltung. Auf jeden Fall habe ich mich letzten Samstag für irgendeinen Newsletter eingetragen. Lustigerweise mache ich das nicht nur Samstags, sondern immer öfter. Die meisten Leute beklagen sich immer über Spam. In meinem Fall bekomme ich gar nicht so viel Spam, denn das meiste, was ich bekomme, sind Newsletter für die ich mich mal interessehalber angemeldet habe.

Okay ich gebe zu, der letzte Absatz war ein wenig verwirrend, weil es alles irgendwie gar keinen Zusammenhang hatte – und am wenigsten mit dem Samstag. Ich fand das einfach nur cool und wollte damit starten. War ein Fehler, mach ich nie wieder. Nie soll man ja eigentlich niemals sagen.

Nochmal zur aktuellen Situation: Ich habe ein Email Postfach, welches vor Emails überquillt. Laut meinem Email-Programm habe ich derzeit 109 ungelesene Mails. Nein, das liegt nicht daran, weil ich meine Mails mit mehreren Geräten ganz unvorteilhaft über POP3 abrufe und die daher nicht gelesen sind – die sind wirklich alle ungelesen. Gut die meisten sind gedanklich als gelesen markiert, weil ich an dem Betreff schon gesehen habe, dass es mich genau in diesem Zeitpunkt nicht interessiert.

Man könnte jetzt meinen, dass ich dann doch einfach ein paar dieser Newsletter abbestellen kann, aber so einfach ist das nicht. Ich habe mich ja damals dafür eingetragen, weil ich interessiert war. Nicht unbedingt an den Inhalten sondern daran, dass ich, wenn ich wirklich mal Lust habe, mit Informationen die mich gerade interessieren zugespamt werde und ich viel Lesestoff habe, um mich vor dem Zimmer aufräumen zu drücken.

Dazu kommt, dass ich mich so fühle, als könnte ich in Zukunft wichtige Dinge verpassen, weil ich ja nicht mehr Abonnent bin. Müsste ich für jeden Newsletter Geld bezahlen, würde ich mir wahrscheinlich genau überlegen, was ich mir hole und in meinem Postfache würde Totenstille herrschen. Das ist komisch, ich weiß …

Eine Freundin sagte dann, dass ich diese ganzen Mails doch lesen könne, wenn ich mal krank bin. Das Problem an der Sache ist, dass ich (a) ziemlich selten so krank bin, dass ich den Tag Zuhause verbringen kann und (b), das viel schlimmere Problem, dass ich dann anfange für jeden Newsletter Regeln zu erstellen, welche die Emails in einen Ordner kopieren und dann im Posteingang mit einem grünen Fähnchen versehen. Nun weiß ich ganz genau, welche Mails schon abgelegt sind und ich sofort löschen kann. Ich bin übrigens ein echter Datenmessi. Ich habe noch Email von meiner Anfangs-E-Mail-Zeit (2011), die habe ich alle beim Wechsel meiner Adresse auf das neue Konto kopiert. Wenn ich die lokal auf dem Rechner speichere, dann könnte ich diese ja irgendwann mal verlieren – und das will man ja als Messi nicht.

Anstatt die Emailflut zu verringern, überlege ich viel mehr wie ich damit umgehen könnte. So habe ich z.B. gerade ein System am testen, bei dem neue Newsletter ausschließlich auf newsletter@jonas-oelke.de eingetragen werden. Sollte es einmal zu viel werden brauche ich lediglich diese Adresse töten. Und ich könnte theoretisch alle Mails an diese Adresse in einen Ordner schieben, aber das widerspricht ja meiner Ordnerstruktur die für jeden Newsletter einen eigenen Ordner vorsieht. Dann könnte ich ja den Überblick verlieren.

Wie viele andere Menschen, habe ich nicht nur eine Email-Adresse. Weitere wären z.B.:

  • jonas-oelke@t-online.de (älteste aktive)
  • oelke.jonas@gmail.com, ich hatte früher mal jonasoelke@gmail.com aber weil ich so viele Spam Mails bekommen habe, entschloss ich mich eine neue anzulegen. Ich habe zuvor die alte gelöscht und wollte dann unter dem gleichen Namen eine neue anlegen, in der Hoffnung meine ankommenden Spams würden sich reduzieren – aber Google meinte, das darf ich nicht und deshalb musste ich umstellen – so meine Erinnerung.
  • ich@jonas-oelke.de ist die Aktuelle
  • Dazu kommen noch diverse Hotmail und Live Adressen bei denen ich keinen Überblick mehr habe. Vom Prinzip her ist es egal, an welche Adresse du schickst, denn bei den genannten ist eine Weiterleitung eingerichtet, durch die ich alle Mails die auf der alten Adresse ankommen trotzdem lesen kann.

Das tolle ist, dass ich@jonas-oelke.de als eine Catch-All-Email eingerichtet ist. Damit landen alle Mails, welche als Domain jonas-oelke.de haben auch dort. Du könntest also an guck.mal.was.für.eine.tolle.e-mail.adresse.ich.habe@jonas-oelke.de schreiben, und das würde auch in meinem Postfach laden.

Ich habe überlegt z.B. Emails die ich eigentlich nicht bekommen möchte auf spam@jonas-oelke.de weiterzuleiten – die könnte ich dann einfach mit einer Filterregel aussortieren und abheften. Aber weil es ja manche Menschen gibt, die dann wüssten, dass ich keine Email von denen bekommen will, habe ich mich entschlossen denen die folgende Adresse zu geben: ich.freue.mich.auf.deine.e-mail@jonas-oelke.de

Das wirkt dann weniger abstoßend. Das paradoxe dabei ist, dass ich eigentlich keine Menschen kenne, denen ich meine Email-Adresse geben muss, aber es eigentlich gar nicht will. Ich finde es total toll über Emails zu kommunizieren und freue mich auch jedes Mal, wenn ich eine Mail bekomme die kein Newsletter ist und auch eine Antwort meinerseits erfordert.

Wir hatten sogar die coole Idee Email-Adressen mit fortlaufenden Nummern zu verteilen. Damit müssten dann Visitenkarten gedruckt werden. Dann stünde da z.B.: „deine-ticket-nummer-ist-3764@jonas-oelke.de

Ich kenne den Sinn hinter der Geschichte nicht, und um ehrlich zu sein bin ich mir auch nicht sicher, ob ich den kennen will.

Man kann mit Catch-All-Email-Adressen wirklich eine Menge verrückter Dinge anstellen, die Frage ist ob man das wirklich tun muss. Hast du auch so ganz komische Mittel und Wege mit deinen Emails umzugehen? Schreib mir doch an meine neue Adresse: „ichbintotalglücklichmaleineemailvondirzubekommen@jonas-oelke.de

Das ganze hat mit dem Titel übrigens nur eingeschränkt was zu tun, aber ich find der hört sich so cool an 🙂 Falls du es bis hierhin geschafft hast, alles zu lesen (denn ich glaube das ist mit einer der längste Blogartikel den ich je geschrieben habe), da bekommst du einen Lutscher – aber nur zur Selbstabholung. Kaffee oder so bekommst du (wenn du artig bist) auch, vielleicht sehen wir uns ja zur Fotoconvention in Zingst.

Jonas Oelke

Jonas Oelke

Ich bin Jonas Oelke - Der Typ hinter dem Blog. Der Blog ist meine Tobewiese, alles was mich so interessiert und worüber ich schreiben möchte kommt hier zur Sprache. Das Hauptthema ist aber die Fotografie. Mehr unter "Über mich"

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