Über den Unordnungszyklus und das dynamisches Chaos

„Pack alles wieder dahin, wo du es her hast, wenn du aufhörst es zu benutzen“ – bekommt man zu hören, wenn man sich mal wieder in seiner Unordnung begraben hat. Aber dabei ist ein gewisses Maß an Unordnung gesund! Ich kann zwar keine Studien vorweisen, die das belegen, aber das sagt mir zumindest mein Gefühl.

Letztens habe ich mit meinen Eltern mal wieder darüber diskutiert, dass ich jetzt nicht mein Zimmer aufräumen möchte. Dabei habe ich folgenden Erkenntnis erlagt:

„Unordnung ist nichts statisches, es ist nicht einfach da, sondern es bewegt sich. Unordnung ist dynamisch.“

Bei mir durchläuft fast alles den folgende Unordnungszyklus :

Unordnungszyklus

Im Prinzip ganz einfach: alles was ich irgendwann nicht wieder dahin gestellt habe, wo es ursprünglich mal stand, fliegt durch diesen dynamischen Prozess und kommt da erst wieder raus, wenn ich es an einen anderen Ort stelle.

Und genau hier liegt der Knackpunkt: Wenn alles im Zimmer immer so bleibt wie es ist, gewöhnt sich unser Gehirn dran und es wird langweilig. Damit wir hier für mehr Kreativität sorgen können, darf man ruhig ein bisschen „dynamisches Chaos“ zulassen.

Eben frei nach dem Motto „Das ist keine Unordnung – hier liegen überall Ideen rum“

Das ist natürlich kein Freifahrtschein alles irgendwo liegen zu lassen, aber am Ende ist es ja euer Ding.

In dem Sinne: Es ist nicht weiter schlimm, wenn es mal ein bisschen chaotisch aussieht – das ist ein Zeichen von Leben!

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Warum die letzte Woche so einmalig war:

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In der letzten Woche ist viel passiert, unglaublich viel. Es begann alles damit, dass unsere Deutschlehrerin mich fragte, ob ich sie nicht während der Projektwoche technisch und mit Know-How unterstützen kann, weil dieser Kurs sich zum Ziel gemacht hat, Kurzfilme zu drehen – na klar kann ich das. Als ich dann die ausgehängten Projekte begutachtet habe, stand auf einem Plakat groß „Wunschkind“.

Kurz vor beginn der Projektwoche wurde mir erst klar, dass die Teilnehmer in dem Kurs auch Babysimulatoren bekommen. „Es wäre doch sicher spannend, die mal dabei zu filmen, wie sie sich um die Babys kümmern“, war mein Gedanke, der anschließend folgte. Die Idee, diesen Kurs dokumentarisch zu begleiten, war geboren. Danach alles mit den Kursleitern abgesprochen – läuft!.

Nach einer kleinen Einführungs- und Vorstellungsrunde des Projektkurses, haben sich schnell die arbeitenden Teams zusammengefunden. Interessanterweise sammelten sich alle, die schon Erfahrungen im Foto & Video Bereich haben an einem Tisch zusammen – dass es vielleicht förderlicher für die Ergebnisse der anderen Gruppen gewesen wäre, diese Leute aufzuteilen, ist zum Glück niemandem aufgefallen ;-).

Als ich zu Beginn meinen Gruppenmitgliedern von meinem nebenläufigen Projekt, den Kurs „Wunschkind“ zu dokumentieren ,berichtete, war schnell klar, dass ich das nicht alleine bewältigen kann und muss.

Zurückblickend haben wir jedoch einen entscheidenden Fehler gemacht: Wir haben kein Storyboard erstellt. In Zukunft würde ich bei jedem Projekt ein Storyboard erstellen. Das führte einfach dazu, dass wir wild durcheinander Interviews von Passanten sowie Mamas und Papas auf Zeit gedreht haben, ohne einen Plan zu haben, was wir überhaupt später brauchen. Etwa nach 2,5 Tagen kam uns dann der Blitzgedanke, dass es doch besser wäre, wenn wir unsere Energie nicht in zwei Projekte (also Wunschkind-Doku und Kurzfilm-Typisch) stecken, sondern uns auf ein Projekt beschränken, das dann auch ein bisschen umfangreicher werden darf. Nach kurzem Brainstorming war die Idee, dass wir ganz easy damit starten, Passanten zu fragen „Was ist für Sie ein Vorurteil?“ – „Sind Ihnen Vorurteile bewusst“ und weitere Ansprachen zu aktuellen Themen und im Anschluss zum Thema „Typisch Teenie-Mütter“ switchen, und dort dann den Wunschkindkurs einbauen. Soweit zu unserem Plan.

Das erklärt aber noch nicht, warum diese Projektwoche so unglaublich für mich war. Normalerweise herrscht an unserer Schule striktes Handyverbot, doch in dieser Woche schien das wie aufgelöst – fast niemand hat auch nur ein Muks von sich gegeben, als der ganze Kurs die Handys draussen hatte. Natürlich nur, um damit zu arbeiten 😉

Aber das war nur eine Seite der Medaille. Weiterhin war es ein tolles Gefühl mit anzusehen, wie wir jeden Tag etwas mehr geschafft haben und wie wir selbst dazu beigetragen haben, ein Projekt wachsen zu lassen und am Ende zu vollenden. Das Tolle an meiner Gruppe war, dadurch, dass jeder schon Kenntnisse mitgebracht hat, konnten wir uns alle aufeinander verlassen. Wir konnten gemeinsam Ideen einbringen und diskutieren und haben das wirklich alleine geschafft. Um damit mal zum Thema Klischees zu kommen bedeutet das, dass wir damit das Klischee „Jugendliche sind faul, nicht ehrgeizig und bringen nichts zu Ende“ widerlegt haben.

Wir haben unglaublich viel gelacht und hatten verdammt viel Spaß, beim Drehen – was man auch den Outtakes ansieht. Leute: Wir waren ein geiles Team!

Selten habe ich mich so wenig auf Freitag gefreut, wie in dieser Woche. Aber nicht nur der Spaß hat diese Woche besonders gemacht, sondern auch die Erfahrungen. Wir haben voneinander viel gelernt und nach dieser Woche habe ich das Gefühl, unglaublich viele Erfahrungen gemacht zu haben. Schade, dass diese Woche nun schon vorbei ist.

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Warum ich einen Blog betreibe!

Warum_ich_einen_Blog_betriebe

Ich verfolge derzeit auch einen Marketing Blog und mir ist aufgefallen, dass meine Motivation eine grundlegend andere ist als die, die ich angeblich für einen erfolgreichen Blog bräuchte.

Blog oder Blog-Business?

Vielleicht ist der Ausdruck Blog nicht ganz richtig, denn auf dem Affenblog ist immer von einem Blog-Business die Rede.

In erster Linie schreibe ich diesen Blog nicht für dich, sondern für mich. Hoffentlich bist du jetzt nicht böse, aber der Blog soll nicht nur dir sondern auch mir als Wissensdatenbank dienen.

Das kommt daher, dass man als Fotograf viele Phasen durchläuft und in genau diesen sammelst du die meisten Erfahrungen rund um das Thema. Das Problem ist, wenn du durch die Phase durch bist, kann es vorkommen, dass du dich eine längere Zeit nicht mehr mit diesem Thema beschäftigst. Logischerweise vergisst du dann auch einiges. Und genau an dieser Stelle soll mich mein Blog unterstützen. Ich schreibe meine Erfahrungen, die ich in meinen Phasen  sammle, auf damit ich mich später wieder erinnern kann, wie das eigentlich so funktioniert.
Das Affenblog schreibt aber, dass ich den Blog für dich schreiben muss, damit er erfolgreich wird. So gesehen ist es natürlich absurd, dass ich diesen überhaupt verfolge, aber wenn ich nun schon alles aufschreibe, warum dann nicht dafür sorgen, dass auch andere Menschen davon profitieren können ;-).
Entweder es finden sich Menschen, die meinen Blog interessant finden oder ich schreib eben für mich alleine – was natürlich weniger motivierend ist.

Und wo soll’s später lang gehen?

Schon öfter habe ich mir Gedanken gemacht, was ich später beruflich werden möchte. Lustigerweise ist es nicht Fotograf. Ich würde gerne ein duales Studium als Wirtschaftsinformatiker machen. Gleichzeitig wünsche ich mir aber, dass dieser Blog irgendwann immer mehr Menschen erreicht, ihnen bei ihren Problemen hilft und ich damit vielleicht ein zweites Standbein aufbauen kann. Aber bis es soweit kommt, kann es noch ein Weilchen dauern, oder es kommt auch nie so – das werden wir dann sehen.
Ich habe auch großes Interesse für Computer und Informatik entwickelt, deshalb arbeite ich auch viel im Background. Mir ist bei einigen Blogs aufgefallen, dass dort das erst beste Design genommen wird und dann geht’s auch schon los. “Content is king” – das mag in gewisser Weise stimmen, aber ich bin der Ansicht, dass ich meinen Blog auch selber gerne besuchen muss, damit sich überhaupt ein paar Menschen finden die sich länger als ein paar Sekunden hier aufhalten. Daher investiere ich nicht nur Zeit in die Texte die du hier liest, sondern auch in ein hübsches Design (selbst das finden eines hübschen und modernen und zugleich kostenlosen Theme nimmt unglaublich viel Zeit in Anspruch), in das Suchen von Plugins welche u.A. die Performance steigern und manche die eine hübsche Galerie zeigen, dann gibt’s noch wieder andere die machen so eine hübsche Lightbox, wenn du auf Bilder klickst und dann arbeite ich ebenfalls an Projekten die etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen, darunter auch ein eBook :-).

Noch mehr Gründe zu bloggen:

Es gibt aber noch ein paar mehr Gründe warum ich blogge, einer davon ist Spaß.

Es macht mir Spaß Blogtexte zu schreiben: Ich kann schreiben, was ich will, es findet keine Zensur und auch keine Bewertung statt. Es ist nicht notwendig, dass ich ein Buch oder einen anderen längeren Text über ein Thema lesen muss, was mich sowieso nicht interessiert, so wie in der Schule. Genauso habe ich Spaß daran, dieses Blog zu betreiben, mit all seinen Hintergrundarbeiten die ich vorhin schon einmal angerissen habe.

Positiver Nebeneffekt ist auch, dass sich meine Schrift verbessert. Nicht die Handschrift, die kann man immer noch nicht lesen, aber das viele Schreiben übt. Ich erinnere mich noch an die ersten Beiträge. Jedes Mal, wenn ich einen Korrektur gelesen habe, veränderte ich Unmengen an Satzstellungen oder Wörter, weil mir das nicht so gefiel. Das ist jetzt anders, vielleicht bin ich auch einfach selbstbewusster geworden, aber ich denke trotzdem, dass das viele Schreiben meinen Noten im Deutschunterricht nicht schaden wird.

Fazit

Auch wenn dieGrundmotivation eine andere ist, so freue ich mich trotzdem über jeden, der sich dafür interessiert, was ich schreibe – denn das motiviert zusätzlich. Also, wenn du mich ein wenig unterstützen willst, würde ich mich freuen, wenn du dich für den Newsletter anmelden würdest oder einfach einen kleinen Kommentar hinterlässt.Bist du selber Blogger? Schreib mir ein bisschen was über deine Motivation, warum du bloggst und lass auf jeden Fall den Link da – auch wenn dein Blog überhaupt nicht themenverwandt zu meinem ist, ich freu mich immer neue und spannende Blogs zu entdecken 🙂

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