Warum du unbedingt TfP-Shootings machen solltest!

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Vor kurzem habe ich selber an einem TfP-Projekt gearbeitet und hatte unglaublich viel Spaß.

Dies hat mir erneut gezeigt, warum diese Form des Arbeitens für mich wichtig ist, und warum es auch für dich wichtig ist.

Was ist TfP?

Die Abkürzung steht für „Time for Print” und stammt aus den Analogzeiten (LINK), in denen der Fotograf seine Zeit gegen Ausdrucke getauscht hat. Heutzutage werden die Bilder meistens digital weitergegeben.

Es geht quasi darum, dass das ganze Team ohne Honorar arbeitet und jeder das Ergebnis für seine Zwecke verwenden kann.

Warum ist TfP wichtig?

Ich finde ein TfP-Shooting unglaublich wichtig für die fotografische Weiterentwicklung, weil man bei einem bezahlten Shooting oft auf das Altbewährte vertraut, da man hier zu einer Abgabe von guten Fotos verpflichtet ist und im Zweifelsfall lieber auf Nummer sicher geht – daher verzichte ich für gewöhnlich auf Experimente, bei denen es nicht unwahrscheinlich ist, dass alles nach hinten los geht und man am Ende keine bzw. nur schlechte Bilder abliefern kann.

Und hier kommt TfP ins Spiel.

Bei dieser Form des Shootings geht es darum Dinge auszuprobieren, die man vorher noch nicht gemacht hat! Man experimentiert, findet neue Sachen heraus, sammelt Erfahrungen und ist nebenbei niemandem irgendwas schuldig. Natürlich erhofft sich das Team dabei auch gute Bilder, es sollte sich jedoch bewusst sein, dass evtl. etwas schief geht und keine vorzeigbaren Ergebnisse bei rumkommen können.

“Wenn Sie nicht von Zeit zu Zeit auf die Nase fallen, ist das ein Zeichen, dass Sie nichts wirklich Innovatives tun.” – Woody Allen

Selbst wenn am Ende kein einziges gutes Bild rauskommt, hat man Erfahrungen gesammelt, wie es nicht funktioniert 😉 Wichtig hierbei ist, dass das ganze Team Spaß hat!

Wie komme ich an Models?

In dem meisten Fällen ist es nicht nötig professionelle Models zu engagieren. Gut, wenn man selber viel Erfahrung hat und bei größeren Projekten lieber den Kopf für andere Dinge frei hat, dann kann es durchaus sinnvoll sein, mit einem Model zu arbeiten, das schon relativ viel Erfahrung mitbringt.

Anderenfalls ist es gut, im erweiterten Freundeskreis rumzufragen, wer nicht mal Lust hätte, ein paar Fotos zu machen. Im Endeffekt springen auch für das Model kostenlos Fotos dabei raus 🙂

Es lohnt auch in lokalen Fotogruppen auf Facebook oder anderen sozialen Netzwerken aktiv zu sein und direkt Leute anzuschreiben. Ansonsten bietet die Model-Kartei Kontakt zu vielen mehr und weniger erfahrenen Models.

Im Endeffekt muss natürlich jeder für sich selber entscheiden, wie viel Zeit man für solche freien Arbeiten zur Verfügung hat. Ich kann nur jedem ans Herz legen, sich immer mal Zeit dafür zu nehmen.

Hier sind noch ein paar Links, die das Thema ein wenig vertiefen:

Auch für TfP-Shootings ist es oft sinnvoll, vorher einen Vertrag aufzusetzen. Hier sind ein paar Musterverträge zu finden:

Falls es mal Probleme mit der Freigabe von Bildern geben sollte, hat Michael Omori Kirchner ein paar Tipps dazu zusammengestellt:

Hier noch ein paar Bilder aus meinem letzten TfP-Shooting:

Jonas Oelke

Jonas Oelke

Ich bin Jonas Oelke - Der Typ hinter dem Blog. Der Blog ist meine Tobewiese, alles was mich so interessiert und worüber ich schreiben möchte kommt hier zur Sprache. Das Hauptthema ist aber die Fotografie. Mehr unter "Über mich"

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