Welches Fotopapier ist für welche Aufnahme geeignet?

Vielen Dank an rahmenversand.com – Onlineshop für Bilderrahmen, für diesen durchaus interessanten Gastbeitrag zum Thema Fotopapier. Hast auch du Lust einen Gastbeitrag auf meinem Blog zu veröffentlichen? Dann schick mir deinen Entwurf an ich@jonas-oelke.de! Ich freue mich auf deine E-Mail. 

 

Wer sich mit Fotografie beschäftigt, will sich auch gut mit allen Details auskennen. Glänzend, matt oder Seidenraster – Welches Fotopapier eignet sich für welche Aufnahme?
Es ist nicht immer leicht, das passende Papier auszuwählen.

Schwarz-Weiß-Aufnahmen: Baryt- oder PE-Papier

Für Fotos in Schwarz-Weiß verwendet man bestenfalls sogenanntes PE- oder Barytpapier. Barytpapier setzt sich zusammen aus Papier, einer Schicht Baryt (Bariumsulfat) und einer lichtempfindlich versehenen Schicht. Die lichtempfindliche Schicht besteht hauptsächlich aus Gelatine und Silbersalzen. Eine unterschiedliche Zusammensetzung der lichtempfindlichen Schicht sorgt für eine variierende Bildwiedergabe: Für wärmere Töne sorgt Chlorbromsilberpapier und für kältere Bromsilberpapier.

PE-Papier setzt sich zusammen aus einer Papierschicht und Polyethylen. Im Vergleich zu Barytpapieren ist die Verarbeitungszeit enorm verkürzt, da die Schlusswässerung, ebenso wie das Trocknen, nur wenige Minuten benötigt. Vorteil der Barytpapiere gegenüber den PE-Papieren: eine extrem lange Haltbarkeit (mindestens 100 Jahre). Fazit: PE-Papier und Bartypapier sind für Schwarz-Weiß-Aufnahmen sehr gut geeignet, da sie durch die spezielle Lichtempfindlichkeit ihrer Schichten ein großes Spektrum an verschiedenen Grauabstufungen erreichen können.

Farbfotos: PE-Papier mit farbempfindlicher Beschichtung

Auch für Farbfotos wird heute gerne PE-beschichtetes Papier verwendet. Hier benötigt man allerdings entsprechendes Farbpapier, welches eine Schicht aufweist, die im Hinblick auf ihre Lichtempfindlichkeit ganz anders beschaffen ist. Durch die rot-, grün- und blauempfindliche Schicht wird nach einer Verarbeitung die Wiedergabe in einer bestimmten Komplementärfarbe, also in Cyan (Blauton), Magenta oder Gelb, ermöglicht. Durch die Wahl von PE-beschichtetem Fotopapier, das in verschiedensten Oberflächentypen erhältlich ist, ist es jedem Fotografen möglich selbst eine Struktur auswählen und somit zu entscheiden, ob sie glänzend oder matt sein soll oder ein Seidenraster zeigen wird.

Ob Glänzend, Matt oder Seidenraster: die Qualität entscheidet

Bei einem glänzenden Fotopapier ist die Oberfläche meistens glatt und zeigt scharfe Reflexe auf. Bei den matten Fotopapieren erscheint die Oberfläche relativ uneben, deswegen sind die Reflexe nicht so scharf. Die glänzenden Bilder besitzen eine besonders starke Leuchtkraft, so erscheint es. Das kann aber bei optimalen Lichtverhältnissen täuschen.

 

Das Seidenraster-Fotopapier erfüllt eine bestimmte Funktion – es ist sozusagen ein Kopierschutz. Diffuse Reflexe, welche durch ein hexagonal angeordnetes Muster entstehen, verhindern ein abscannen in 1-1-Qualität. Wenn das Foto gefällig wirken sollte, ist diese Rasterung jedoch nicht zu empfehlen, denn sie ist schon mit dem bloßen Auge zu erkennen.

Beachtet wird oftmals noch der Aspekt einer Weißfärbung – die numerische Einordnung, meist zu finden auf der Verpackung des Papieres, (ist die Zahl höher, wird das Weiß reiner).

Natürlich möchte jeder Interessent immer die besten Druckergebnisse bekommen. Also sollte er sich unbedingt nur für das qualitativ hochwertige Papier der berühmten Markenhersteller, wie Canon oder Epson entscheiden. Solche Papiersorten sind außerdem besonders genau zugeschnitten, sie haben viel weniger Verschnitt als die billigere Ware.

Unempfindlichkeit gegenüber den Fingerabdrücken

Einige Personen legen einen großen Wert auf Unempfindlichkeit gegenüber Fingerabdrücken und auf Wischfestigkeit. Sie entscheiden sich dann vielleicht für günstigere, sogenannte Glossy-Papiere, die die Tinte nicht so wie die hochwertigen Glanz- Fotopapiere aufnehmen, aber in dieser Hinsicht gute Dienste erweisen. Wer so ein Fotopapier bevorzugt, muss daran denken, dass er unbedingt nur gelöste Tinte wählt – so kann trotz Immunität gegenüber Fingerabdrücken der gewünschte Glanzeffekt erhalten bleiben. Die gelöste Tinte (auch Dye-Tinte genannt) enthält im Gegensatz zur ungelösten Tinte Farbpartikel, die flüssig sind. Das erlaubt das Eindringen in die Papierschicht.

Diese Informationen rund um das Thema Foto, Fotopapier und dessen Wirkung, wurden zusammengestellt von rahmenversand.com – Onlineshop für Bilderrahmen.

Selbstdialog zur Erhaltung des Email-Postfaches

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Im Folgenden mal eine etwas andere Art von Beitrag, die auf eine Unterhaltung mit Nina C. beruht – von ihr kommt übrigens auch die Idee für den Titel.

„Du glaubst nicht, was mir letzten Samstag passiert ist!“ – Damit beginnt immer eine gelungene Unterhaltung. Auf jeden Fall habe ich mich letzten Samstag für irgendeinen Newsletter eingetragen. Lustigerweise mache ich das nicht nur Samstags, sondern immer öfter. Die meisten Leute beklagen sich immer über Spam. In meinem Fall bekomme ich gar nicht so viel Spam, denn das meiste, was ich bekomme, sind Newsletter für die ich mich mal interessehalber angemeldet habe.

Okay ich gebe zu, der letzte Absatz war ein wenig verwirrend, weil es alles irgendwie gar keinen Zusammenhang hatte – und am wenigsten mit dem Samstag. Ich fand das einfach nur cool und wollte damit starten. War ein Fehler, mach ich nie wieder. Nie soll man ja eigentlich niemals sagen.

Nochmal zur aktuellen Situation: Ich habe ein Email Postfach, welches vor Emails überquillt. Laut meinem Email-Programm habe ich derzeit 109 ungelesene Mails. Nein, das liegt nicht daran, weil ich meine Mails mit mehreren Geräten ganz unvorteilhaft über POP3 abrufe und die daher nicht gelesen sind – die sind wirklich alle ungelesen. Gut die meisten sind gedanklich als gelesen markiert, weil ich an dem Betreff schon gesehen habe, dass es mich genau in diesem Zeitpunkt nicht interessiert. weiterlesen

WORST-CASE: Und ich bin schuld!

Alles fing an mit dem Kauf einer My Cloud Mirror im September letzten Jahres. Diese war ursprünglich dazu gedacht, ein kleines Backup-System aufzubauen. Was anfangs auch gut funktionierte, endete später mit einem Datencrash.

 

Plötzlich funktionierte alles nicht mehr ganz tadellos. Als ich aufgrund eines Schüleraustausches in Frankreich war, bekam ich die Email, dass ein neues Firmwareupdate verfügbar sei. Ich hatte alles so eingerichtet, dass ich auch von außen auf das Dashboard zugreifen konnte. Voreilig wie ich bin, habe ich dieses durchgeführt – das war der erste Fehler. Danach war die Cloud nicht mehr von außen erreichbar. Ich dachte mir, dies hängt mit einem IP-Adressenwechsel zusammen, doch es nahm schlimmere Ausmaße an als ich ursprünglich dachte.

 

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Denk an die Anderen …

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Wir befinden uns mitten in der Vorweihnachtszeit, nur noch wenige Tage, dann wird in den meisten Haushalten Deutschlands Weihnachten gefeiert. Es gibt ein Festessen und alle beschenken sich gegenseitig. Überall hängen Lichterketten und die Häuser sind wundervoll geschmückt. Vor einigen Tage habe ich diese Gelegenheit genutzt, um mit meiner Kamera durch die Straßen Stralsunds zu spazieren und das Weihnachtsfeeling ein wenig einzufangen.

Besonders zu dieser Jahreszeit trifft man auf ein paar mehr Obdachlose auf den Straßen. Ich kam gerade aus dem NanuNana und freute mich nun, alle Weihnachtsgeschenke besorgt zu haben, da traf ich auf so jemanden. Ich habe ihn schon auf dem Hinweg getroffen und beschlossen, dass ich das Wechselgeld, welches bekommen werde,  in seine Dose schmeiße.

Als ich dichter kam, fing ich an, den Mann interessant zu finden. Ich mache das öfter, wenn ich unterwegs bin. Ich schaue mir die Gesichter anderer Menschen an und überlege, ob die Gesichter interessant sind. Das begann, als ich für die Ausstellung “Stralsund Monotone” unterwegs war. Ich brauchte für die Ausstellung Portraits mit Gesichtern Stralsunds, aber ich wollte nicht ein x-beliebiges Gesicht nehmen, sondern eines mit Geschichte, so schulte ich meinen Blick für Gesichter.

Da ich sowieso meine Kamera dabei hatte, fragte ich den Obdachlosen, ob ich vielleicht ein paar Fotos von ihm machen dürfe – davor hatte ich schon einen Teil in seine Kasse gelegt, damit es nicht ganz so unhöflich kommt. Es entwickelte sich ein Gespräch, ich stellte fest, dass er nicht ganz so gut Deutsch spricht, aber ich durfte einen ganz kleinen Teil seiner Persönlichkeit kennenlernen. Ich empfand ihn als sehr sympatisch. Ebenfalls kam er mir trotz seiner schlechten Situation nicht so vor, als dass er das Leben nicht genießen würde. Ich spürte Lebenslust in seinen Worten.

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Er erzählte mir, dass er aus Ungarn kommt und zum Ende der Woche wieder dahin muss. Dort seien auch seine Frau und seine Kinder. Nach unseren Unterhaltungen willigte er ein und ich begann meine Idee, die Bewegungen die er mit seiner Gitarre macht, zu verbildlichen.

Als ich Unmengen an Fotos von dieser extrem interessanten Persönlichkeit gemacht hatte, wollte ich langsam wieder aufbrechen damit ich mich zur vereinbaren Zeit am vereinbarten Ort mit meiner Mutter treffen konnte. Auch er wollte langsam einpacken und in diesem Augenblick beschloss ich, ihm eine kleine Freude zu bereiten. Ich fragte ihn, wie lange er noch da wäre. Darauf antwortete er mir, dass er jetzt eigentlich los wolle und er morgen und übermorgen noch da wäre. Ich habe ihn um 5 Minuten gebeten, woraufhin er mir sogar 10 gab 😀

Also bin ich losmarschiert zum Rossmann, um eines der gemachten Bilder auszudrucken. In Windeseile habe ich die geschossenen Bilder gesichtet und mich entschlossen. Also an den Fotodrucker ausgewählt und gedruckt.

Diese Fotodrucker sind extrem blöd, da sie einem nicht drauf hinweisen, dass die Bilder im falschem Format aufgenommen sind, sondern einfach abschneiden. Naja, ganz nach dem Motte “Scheiß drauf, ich lass das jetzt so”, bin ich an die Kasse. Uff, gefühlt eine Million Menschen waren vor mir an der Kasse. Etwas unter Zeitdruck beeilte ich mich mit demBezahlen und bin schnell wieder zu dem Mann hingegangen, in der Hoffnung, dass er immer noch da ist. Ich wurde nicht enttäuscht. Er hat seinen Platz nicht verlassen und ich überreichte ihm den Umschlag mit dem Foto. Er hat sich sichtlich gefreut. Wir haben uns gegenseitig frohe Weihnachten gewünscht und gingen jeder unseren Weg.

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Es ist ein schönes Gefühl, jemandem ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, und erst recht, wenn dies schon mit Kleinigkeiten funktioniert. Im Nachhinein, beim Schreiben dieses Beitrages, denke ich darüber nach, ob ich ihm nicht vielleicht ein paar mehr Bilder als nur eines hätte geben sollen, vielleicht nächstes Mal.

Ich möchte mit diesem Beitrag bezwecken, dass den Obdachlosen die auf der Straße sitzen mehr Beachtung geschenkt wird. Es muss nicht immer gleich ein Zehner abgegeben werden, aber vermutlich jeder, der diesen Beitrag liest, hat es nicht nötig, auf der Straße zu sitzen und zu betteln (es ist eigentlich ein doofes Wort, weil es so abwertend klingt). Es hält sich immer noch hartnäckig die Meinung, dass es diese Menschen nicht wert wären, da sie ja das Geld eh nur für Alkohol und Zigaretten ausgeben. Aber wer wirklich dieser Meinung ist, der kann auch einfach mal den Rest von seinem Brötchen abgeben. Es ist für uns nur eine Kleinigkeit, aber spätestens wenn der Beschenkte dir ein Lächeln schenkt, dann wirst du erkennen, was du damit erreicht hast! Es ist einfach ein schönes Gefühl. In Frankreich konnte ich einmal beobachten wie zwei Frauen das Baguette von dem sie lediglich zwei mal abgebissen hatten, einem Obdachlosen schenkten

Selbstverständlich werde ich hier keine Bilder veröffentlichen die diesen Mann abbilden, unter Anderem auch aus dem Grund, dass er nicht eingewilligt hat. Aber mit den gezeigten Bildern, möchte ich die Aussage dieses Beitrags noch einmal unterstreichen. Also wenn du das nächste mal an jemandem vorbeigehst, der es sichtlich schlechter hat als du, dann denke wenigsten ein bisschen nach, anstatt ihn komplett zu ignorieren 🙂

 

Stockfotografie – Nur was für Amateure?

Stockfotografie ist das China der Fotografie. Es gibt gute Bilder zu Spottpreisen – nicht mal mehr ein Euro muss für ein Bild gezahlt werden.

Vor kurzem tauchte in meinem Newsfeed “Fotolia – zwei Freunden gefällt das” auf. Ich stand vor der Frage “Soll ich dem wirklich ein Like geben? Interessiert mich das wirklich?”. Und ich begann über das System der Stockfotografie nachzudenken und habe beschlossen, meine Gedanken in diesem Beitrag festzuhalten.

Es war 2010, ich war absoluter Fotografie-Anfänger, hatte lediglich eine kleine Kompaktkamera. Aber ich wusste eins:

Mit Fotografie lässt sich Geld verdienen

Also erstellte ich mir ein Fotolia Profil und schaute mir zwei Bilder an, die sich ziemlich gut verkaufen ließen. Daraufhin schnappte ich mir meine kleine Kompaktkamera und knipste, was das Zeug hält. Von allem möglichen Technikkram, bis hin zu Hintergründen, die es schon tausendfach gibt. Die Enttäuschung kam überraschend schnell: Unter mehr als 100 Fotos wurden lediglich 4 Stück angenommen. Ich freute mich einen Kullerkeks, dass ich Bilder habe, die dort angenommen wurden, bis ich irgendwann merkte, dass Kullerkekse keine Ecken haben.

Durch die relativ geringe Anzahl an Views und ausbleibenden Verkäufen merkte ich, dass ich etwas falsch mache. Aber anstatt mich mehr auf Stockfotografie zu konzentrieren, fasste ich den richtigen Entschluss:

Ich machte, was mir Spaß macht

Denn mit Stockfotografie lässt sich zwar Geld verdienen, aber seien wir ehrlich: Macht das denn auch Spaß? Deine Bilder werden zu Spottpreisen für unter einen Euro verkauft, wenn du nicht richtig gut bist und dann lässt sich damit doch nichts verdienen. Und so richtige “Kunst” ist das auch nicht, man sieht kaum Bilder, die wirklich etwas mit ernsthafter Fotografie zu tun haben. Darunter verstehe ich aussagekräftige Porträts oder halt so kreative Dinge. Aber genau das macht die Stockfotografie zum Alltäglichen.

Stockagenturen zeigen den Alltag

Wir sehen ständig überall Bilder von Stockagenturen, egal wo wir hinschauen, auf fast jedem Werbeplakat. Deshalb sind die Bilder nichts Besonderes mehr für unser Auge, denn wir sehen sie jeden Tag. Besondere Bilder, die Emotionen ausstrahlen oder den Betrachter welche fühlen lassen, gibt es nicht für Spottpreise zu kaufen – denn dann wären sie nichts Besonderes mehr.

Viele sind der Meinung, dass Stockfotografie das Fotografengeschäft ruiniert, aber im Prinzip ist es eigentlich eine Win-Win Situation. Leute, die alltägliche Bilder brauchen, kommen ganz günstig ran, und Leute die (gute) “Alltagsbilder” produzieren, haben eine riesengroße Plattform, um sie zu vermarkten. Wer hingegen außergewöhnliche Fotografien sehen will, sollte mal die Seiten von namenhaften Fotografen screenen, denn solche Bilder findet man nicht auf Fotolia und Co.

Ich hatte mal eine Diskussion mit einer Fotografin  über Postkarten. Sie meinte “Die Bilder sind perfekt“, ich war der Meinung, dass Postkartenbilder ganz und gar nicht perfekt sind. Denn sie sind nur dazu gedacht, dem anderen zu zeigen, wo man sich gerade befindet und was man gesehen hat. Hast du jemals eine Postkarte bekommen und auf Grund des Bildes eine bestimmte Emotion gefühlt? Nein? Nicht verwunderlich, dafür weißt du, wo dein Absender sich aufgehalten hat. Damit sind Postkartenbilder meiner Meinung nach perfekt für ihren Zweck. Nicht mehr und nicht weniger.

Aber was hat das ganze jetzt mit der Überschrift zu tun?

Ich möchte, dass du dir klar darüber wirst, dass du als Stockfotograf nicht so kreativ werden kannst, wie du es dir vielleicht wünscht. Du kannst keine wunderbaren Astrofotografien, welche die Milchstraße zeigen, zu Stockagenturen geben, dafür wären sie viel zu gut. Und abgesehen davon fällt mir gerade keine Situation ein, in der jemand so ein Bild kaufen würde, weil er es für irgendeine Publikation braucht.

In gewisser Weise ist Stockfotografie nur etwas für Amateure, auch wenn mir viele Fotografen dafür jetzt vielleicht den Kopf abhacken würden, aber ernstzunehmende Kunstwerke kommen dabei wohl in den seltensten Fällen raus. Vielleicht habe ich auch einfach nur ein falsches Bild von der Stockfotografie, falls das so sein sollte, schreibt’s mir bitte in die Kommentare und korrigiert mich. Aber macht es denn Spaß, irgendwelche Bilder zu machen, die es wahrscheinlich schon zu Hauf gibt, und diese dann für ein paar mickrige Cents zu verkaufen? Das wäre nichts für mich …

Ich will damit nicht sagen, dass Stockfotografen Amateure sind, keineswegs, denn die Personen, die hinter den Bildern stecken, sind meistens professionelle Fotografen – jedenfalls alle, die damit hohen Umsatz erzielen können. Aber wie ich bereits sagte, mit künstlerischer Fotografie hat das eher weniger zu tun.

Aber wenn wir ständig nur Top Fotografien sehen würden, wäre das unser Alltag … von daher ist Stockfotografie nicht mehr aus unserem Leben zu denken, denn ohne Gut kein Böse, ohne groß kein klein und ohne Stockfotografie keine Kunstwerke.

Vielleicht stehe ich mit meiner Meinung alleine, vielleicht aber auch nicht … schreibt in die Kommentare, wie ihr zu meiner Meinung steht, und wo ihr die Stockfotografie in eurem Leben seht. Ich stehe gerne zu Diskussionen bereit 😉

PS: Ich habe übrigens mein Like bei der Fotolia Facebook-Page gelassen.

Vielen Dank an Fotolia, die mir das Bildmaterial im Beitragsbild kostenfrei zur Verfügung gestellt hat, hier die bildnachweise:

  • #73823852 © Gianluca Congiu – Fotolia.com
    http://de.fotolia.com/id/73823852
  • #45604399 © Robert Kneschke – Fotolia.com
    http://de.fotolia.com/id/45604399

 

Rezension zum Hörbuch “Abenteuer Fotografie”

 

Hörbücher. Das sind doch die Dinger für Leute, die keine Lust zum Lesen haben, oder?

Ich gehöre zu den Menschen, die so gut wie gar nicht lesen – jedenfalls keine Bücher. Das letzte Buch, was ich gelesen habe, waren “Die Känguru Chroniken”, aber davon dann auch gleich alle drei Teile. Nun hat der gute Stilpirat alias Steffen Böttcher ein Hörbuch veröffenlicht. Es ist schon eine ganz interessante Geschichte, denn dieses Hörbuch ist das einzige mir bekannte, welches sich die Fotografie als Themenschwerpunkt gesetzt hat. Daraufhin habe ich mich ein wenig informiert und von einer Freundin erfahren, dass dieses Hörbuch auf dem gleichnamigen Buch von dem Stilpiraten basiert und dieses anscheinend vor schon sehr gute Kritiken erhalten hat.

Also, Hörprobe angeschmisesen und beschlossen “Jup, das Ding muss ich haben”. Leider hatte ich nicht ganz die Zeit, alle vier Stunden am Stück zuzuhören, aber unglaublicher Weise habe ich es bis zum Ende geschafft. Ich habe noch ganz viele Videotrainings auf meiner Festplatte, die ich teilweise noch gar nicht wirklich angefangen habe. Die Begeisterung zu diesem Hörbuch beruht wahrscheinlich darauf, dass Steffen keine Schritt-Für-Schritt Anleitungen gibt, für die man ständig aufmerksam zuhören muss.

Er erzählt ganz offen und ehrlich über seine Erfahrungen. Dabei ist der ganze Text schon sehr lustig und direkt geschrieben, die Krönung ist aber sein Talent für’s Vorlesen. Vielleicht ist es auch nicht wirklich ein Talent, denn ich weiß, dass er dafür Unterricht genommen hat 😀 …

Dieses Hörbuch ist nicht nur für Anfänger der Fotografie geeignet, auch wenn diese hieraus wahrscheinlich am meisten lernen, denn auch für Fortgeschrittene sind viele nützliche Informationen verpackt. Ebenfalls finde ich es immer sehr interessant, Meinungen anderer zu hören, und die gibt es in dem Hörbuch von Steffen Böttcher reichlich.

Manch einem mag das lockere und selbstbewusste Auftreten des Stilpiraten nicht gefallen, unter anderem weil sie vielleicht ein wenig spießiger sind, aber mir gefällt’s. Ob es nun wirklich in jeder Situation gerechtfertigt ist, Hausfriedensbruch für ein Foto zu begehen, ist vielleicht ein wenig fragwürdig, ermutigt aber dazu, Grenzen zu überschreiten und damit quasi “grenzenlose” Fotografien anzufertigen.

Eine Rezension die ausschließlich positive Dinge erwähnt schaut immer ein wenig gekauft oder nicht ganz ehrlich aus, aber je länger ich nachdenke, desto weniger fällt mir ein, was mir nicht gefällt. Ich musste förmlich suchen, um hier Negatives schreiben zu können – und das zeigt doch, wie gut das Ding eigentlich ist. Aber am Ende meiner Suche habe ich etwas gefunden. Durch das fehlende Video gibt es nur den Ton, der die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Dadurch neigt man dazu, andere Dinge zu tun und sich vom eigentlichen Hören und Amüsieren über seine Erfahrungen ablenkt, es wirkt dadurch wie Musik, die im Hintergrund läuft. Das kann man zwar machen, aber wenn ich irgendwann mal viel Zeit finde, werde ich mir das ganze Hörbuch noch einmal anhören. Und dann ohne mich von etwas ablenken zu lassen.

Meine Meinung zum Hörbuch Fotografie von Steffen Stilpirat Böttcher. Für alle die noch einen kleinen Motivationsanschub brauchen, habe ich hier die Hörprobe verlinkt – es lohnt sich auf jeden Fall.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=_JiZwi0Pk1g]

Mein Fotorucksack

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Durch einen Blogpost von Patrick Ludolph, in dem er seine Leser aufgerufen hat, ihm den eigenen Fotorucksack zu zeigen, wurde ich ermutigt diesen Beitrag zu verfassen. Ich werde ein wenig erklären, was sich in meinem Rucksack alles so tummelt; muss man ja als Fotoblogger schließlich irgendwann mal gemacht haben 😀

Mein Rucksack mag für die meisten recht klein erscheinen, aber es ist alles Wichtige darin. Zu allem, was auf dem Bild zu sehen ist, sollte noch die Kamera mit der Kit-Objektiv-Ausführung hinzugerechnet werden, denn das musste leider zum fotografieren der Innereien herhalten:
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Olympus OM-D E-M5:

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Nachdem ich im Sommer 2013 einen kleinen Ausrutscher zu Nikon gemacht habe, bin ich nun wieder bei OLYMPUS gelandet. Die Kamera ist genial und hat mich bisher noch nie im Stich gelassen. Selbst Starkregen nimmt diese Kamera gelassen hin – das sagt nicht nur die Beschreibung, sondern ich habe das auch schon mehrfach ausprobiert. Ich liebe die LiveTime-Funktion, in der ich das Bild sehen kann, bevor ist es fertig aufgenommen ist. Und überhaupt bietet diese Kamera wohl den besten Mix aus Bildqualität, Komfort und Gewicht. –

OLYMPUS m.Zuiko Premium 45mm 1,8

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Mein absolutes Lieblingsobjektiv, ich liebe diese Lichtstärke und die damit verbundene Freistellmöglichkeit. Sobald mir Personen vor der Linse stehen oder ich eine große Lichtstärke brauche kommt dieses Objektiv zum Einsatz. Durch den Cropfakter 2,0 des Sensor ist die Schärfentiefe erhöht und man hat weniger Sorgen mit unscharfen Bereichen. Daher kann man die Lichtstärke voll ausnutzen. Das Gewicht, die Größe und der Preis von unter 300 € machen diese Linse zu einem Must-Have für Besitzer einer Kamera mit MFT Sensor.

OLYMPUS Body Cap Lens 9mm 1:8.0

ID: 11444

Bei diesem Objektiv handelt es sich um das wahrscheinlich günstigste Weitwinkel für DSLM und DSLR. Wie der Name schon sagt, ist es ein Objektiv, welches einfach wie ein Kameradeckel verwendet werden kann, nur das mit dem Ding auch noch brauchbare Fotos entstehen. Man erkennt auf den Bildern eine starke Verzerrung, aber mit der Objektivkorrektur am Computer ist das kein Problem. Dieses Objektiv bietet einen genialen Einstieg in die Fotografie mit Weitwinkelobjektiven, und ist durch einen Preis von unter 100 € ein absolutes Muss für alle die sich für Weitwinkel interessieren, aber noch die die Investition eines (besseren und) teureren Objektivs scheuen.

Ladegerät und Akkus

In meinem Rucksack steht neben der Kamera auch ein Ersatzakku, der im Idealfall auch geladen ist, sowie das Ladegerät. Wer meint ich könnte meine Akkus doch Zuhause laden und brauch das Ladegerät nicht mitschleppen, der irrt. Ich vergesse sehr oft den Ersatzakku zu laden, deshalb ist es schon vorgekommen, dass ich zum Mittagessen im Restaurant meinen Ersatzakku im Ladegerät abgegeben habe, um diesen während des Essens zu laden :D.

Objektivdeckel

Klar, die Deckelchen sind dazu da, um das Objektiv zu schützen, aber ich bin viel zu faul, um diese jedes Mal an und ab zu machen – jedenfalls die Frontdeckel. Die Objektive liegen mit Kappe auf der Rückseite und am besten in einem kleinen Tuch eingewickelt ausreichend geschützt in der Tasche. Für das 45mm 1,8 verwende ich übrigens den kleinen weißen „Beutel“ der beim Kauf mitgeliefert wurde.

Fernauslöser / Timer

Das gehört wohl in jeden Rucksack eines Fotografen, der sich gerne mit Zeitraffern oder Langzeitbelichtungen beschäftigt. Ich verwende hier einen von Calumet, funktioniert alles recht einfach und cool ist auch die Beleuchtung des Displays, da man in der Nacht für gewöhnlich nicht viel sieht. Schade ist nur, dass bei Intervallaufnahmen nur 1-99 oder unendlich eingestellt werden kann – oder ich bin einfach zu doof 😀 .

Immer-dabei-Stativ (Bohnensack)

So klein mein Rucksack auch ist, ein Stativ habe ich immer dabei. Vielleicht kein Richtiges, dass ausfahrbare Beine und einen in alle Richtungen schwenkbaren Kopf bietet, aber es passt sich den Gegebenheiten an. Einfach zwischen Kamera und Untergrund legen und fertig ist eine fest sitzenden Kamera.

(Hama-) Lenspen

Das Ding ist genial! Wenn mal irgendwo ein Fleck auf der Linse ist, dann verschwindet der mit Sicherheit ganz fix, wenn man den Lenspen in der Tasche hat. Ich hab zwar schon von Leuten gelesen, bei denen das Ding die Objektive nur noch schmutziger machte, aber das kann ich so gar nicht bestätigen. Must-Have in jeder Fototasche

Graufilter

Ich hatte mal einen Selbstbau-Graufilter aus Schweißerglas, aber da die Bilder damit nicht ganz so hübsch aussahen, habe ich mir im Mai 2014 einen Graufilter mit ND 3.0 zugelegt. Die Belichtungszeit kann damit um den Faktor 1000 verlängert werden. Der ist auch gar nicht teuer gewesen, 20 €  Messepreis, aber ich finde den Top. Wer auf lange Belichtungszeiten steht, sollte sich unbedingt so ein Ding anschaffen.

Eieruhr für Zeitraffer

Diese „Eieruhr“ lässt sich zwischen Stativ und Kamera schrauben, damit werden „bewegte“ Zeitraffer möglich. Die Uhr dreht eure Kamera während der Aufnahme, im Ergebnis kann man dann eine natürliche Bewegung erkennen die mehr Dynamik in die gesamte Aufnahme bringt. Ich glaube aber, dass diese „Eieruhr“ nicht für schwere Objektiv-Kamera Kombinationen ausgelegt ist – zum Glück hab ich eine OM-D 😀 .

Taschenlampe

Weil ich nicht nur am Tage unterwegs bin, habe ich immer eine kleine Taschenlampe in meinem Rucksack. Nicht nur, um mir selbst im Dunkeln den Weg zu leuchten, sondern auch, um die nächtlichen Motiven ins richtige Licht zu setzen. Packt die Taschenlampe am besten nicht zu weit weg, denn im Dunkeln sieht man für gewöhnlich nicht viel 😉 .

SD-Karten

Ich habe in vielen Fotoworkshops von OLYMPUS Speicherkarten geschenkt bekommen, und die liegen (fast) alle in meinem kleinen SD-Karten-Fach. Mittlerweile habe ich eine 16 GB Karte von SanDisk die ich fast ausschließlich verwende (deswegen ist die auch nicht auf dem Foto drauf). Manche Leute verteufeln ja alle, die auf große Karten setzen, aber viel eher verliere ich die vielen kleinen Karten (es waren mal 10), als dass mir meine Große abschmiert.

Reinigungstuch

Als Brillenträger hat man den Vorteil, dass einem ständig irgendwo (Brillen-)Putztücher hinter geworfen werden. Das letzte habe ich von Kia bekommen und das nächste kommt wahrscheinlich mit einer neuen Brille 😀 . Eine Zeit lang hatte ich sogar drei Tücher mit verschiedenen Logos drauf.

Blitz

die OM-D besitzt keinen integrierten Blitz, dafür wird aber ein kleiner Aufsteckblitz mitgeliefert. Ich besitze (noch) keinen vernünftigen Aufsteckblitz, deshalb habe ich den kleinen immer dabei – auch wenn ich ihn recht selten benutze.

Kabel

Ich kann mir selber nicht wirklich erklären, warum ich die ganzen Strippen mitschleppe. Wahrscheinlich weil ich vermute, dass ich diese im Dschungel als Liane oder so verwenden kann, um vor den Löwen zu fliehen. Realistischer ist vielleicht, weil ich sie sonst irgendwo einpacken würde, und wenn ich sie mal brauche, weiß ich nicht wo sie sind.

Der Fünfer

Ja, ich habe immer ein bisschen Kleingeld in meinem Rucksack. Manchmal denke ich mir „Näh, das Portemonnaie brauchst du nicht mitschleppen, verlierst du eher“, und wenn ich dann im Hochsommer an der Eisdiele vorbei komme, freue ich mich immer, dass ich mir trotzdem noch eine Kugel Eis kaufen kann.

Was noch alles fehlt:

Taschentücher

Ähm, ja ich hab mir schon immer vorgenommen welche einzupacken, aber ich bin halt ein wenig vergesslich und deshalb sind dort immer noch keine drinnen.

Das Trinkpäckchen

Ich hatte eine Weile immer ein kleines Trinkpäckchen dabei, um gegen plötzlich aufkommenden Durst gewappnet zu sein und eigentlich bietet mein Rucksack auch das Ideale Fach dafür, dennoch habe ich mir seitdem keins mehr eingepackt … mal sehen wann ich anfange, das zu bereuen.
Wie ihr seht, besteht mein Fotorucksack nicht nur aus Equipment, denn oft ist mein kleiner Rucksack das einzige Gepäckstück, welches ich bei mir habe und da muss man für alles gewappnet sein. Oder man hofft einfach, dass die anderen irgendetwas Brauchbares bei sich tragen, bzw. schafft sich einen Packesel an, der Essen und Trinken für die Fototour trägt.

Mein allererstes Babyshooting

2014-10_03_erstes_baybshooting_34754_headerIm September 2014 hatte ich mein erstes Familien- und Babyshooting. Nachdem ich nach Hause gekommen bin, dachte ich nur: “Oh Gott, das war eine Katastrophe”. Ich hatte nicht wirklich einen Plan, was ich  mit den Kindern machen sollte. Am schlimmsten war es, als die Kinder der Reihe nach anfingen zu weinen. Dazu kam, dass ich zu den Kunden nach Hause gekommen bin, d.h. ich wußte nicht wirklich, was mich da so erwartet. Eigentlich wollten wir irgendwo ins Freie gehen, aber das haben wir aufgrund des Wetters abgeblasen und sind dann ins Wohnzimmer der Familie gegangen. Auch wenn dieses Shooting aus meiner Sicht eine Katastrophe war, bin ich mit den Ergebnissen recht zufrieden und die Kunden auch. Ich finde es gut, diese Erfahrung gemacht zu haben und weiß mittlerweile, dass Babys eine ganz andere Liga sind, und in gewisser Weise eine Herausforderung darstellen. Es hat mir aber Spaß gemacht und ich würde gerne wieder Babys und Kleinkinder fotografieren, sodass ich das Gelernte beim nächsten Mal umsetzen kann. weiterlesen

Wochenrückblick aus Frankreich

Wochenrückblick Frankreich: HeaderEs geht wieder um meinen Austausch in Frankreich. Nachdem ich das letzte Mal meine allerersten Eindrücke zusammengefasst habe, kann ich nun schon ein wenig mehr über das Land und die Region sagen. Eigentlich wollte ich mich in diesem Beitrag überwiegend auf das Essen in Frankreich beziehen, jedoch habe ich in dieser Woche noch so ein paar Dinge festgestellt, die hier nicht fehlen sollten. weiterlesen

Mein Austausch in Frankreich

Mein Austausch in Frankreich_HeaderIn diesem Beitrag geht es um meinen dreimonatigen Schüleraustausch in Frankreich. Ich berichte hier über meine bisherigen Eindrücke und gesammelten Erfahrungen. Organisiert wird das Ganze vom Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommern. Wir sind eine etwa 70 Personen starke Gruppe, die gemeinsam die Hin- und Rückreise beschreiten. Abflug war am 11. September 2014 und geplanter Rückflug wird am 12. Dezember 2014 sein. weiterlesen