WORST-CASE: Und ich bin schuld!

Alles fing an mit dem Kauf einer My Cloud Mirror im September letzten Jahres. Diese war ursprünglich dazu gedacht, ein kleines Backup-System aufzubauen. Was anfangs auch gut funktionierte, endete später mit einem Datencrash.

 

Plötzlich funktionierte alles nicht mehr ganz tadellos. Als ich aufgrund eines Schüleraustausches in Frankreich war, bekam ich die Email, dass ein neues Firmwareupdate verfügbar sei. Ich hatte alles so eingerichtet, dass ich auch von außen auf das Dashboard zugreifen konnte. Voreilig wie ich bin, habe ich dieses durchgeführt – das war der erste Fehler. Danach war die Cloud nicht mehr von außen erreichbar. Ich dachte mir, dies hängt mit einem IP-Adressenwechsel zusammen, doch es nahm schlimmere Ausmaße an als ich ursprünglich dachte.

 

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Zurück in Deutschland

Seit dem 12 Dezember bin ich nun zurück aus Frankreich. Drei Monate sind vorbei und ich habe einen ganze Menge Erfahrungen gesammelt. Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Dinge noch einmal zusammen, ebenfalls soll er späteren Austauschschülern einen kleinen Einblick geben, was man in dieser Zeit alles erleben kann:

Wie bin ich zu dem Austausch gekommen ?

Die Teilnahme an diesem Austausch war schon früh sicher. Unsere Schule nimmt jedes Jahr mit einigen Schüler an dem Programm „Brigitte SAUZAY“ teil. Da ich gerne Reise und für so ziemlich alles offen bin, reizte mich die Teilnahme an einem derartigem Austausch schon etwa seit Anbeginn meiner Französischlehrzeit. In der Hoffnung, dass unsere Französischlehrerin uns rechtzeitig über das Bewerbungsverfahren in Kenntnis setzen würde, so wie es in denvoherigen Klassen auch geschehen ist, warteten wir auf weitere Informationen. Je dichter der Oktober kam, umso mehr löcherten wir unsere Lehrerin, uns bitte mit weiteren Informationen zu versorgen, denn wir wussten noch gar nichts. Bis zu dem Zeitpunkt hieß es, dass uns alles rechtzeitig  gesagt werde würden.

Also bis Freitag müsst ihr euch im Onlineportal beworben haben …

Leider  wurden wir erst zwei Tage vor Bewerbungsschluss von unserer damaligen Lehrerin darüber informiert, dass wir noch bis Freitag Zeit haben, uns mit einem Anschreiben bezüglich der Motivation für diesen Austausch und einer kurzen Vorstellung zu bewerben. Zur Krönung sollte dies auf Deutsch sowie Französisch geschehen. Wünschenswert wäre ein Plakataushang mit genauen Terminen am schwarzen Brett gewesen.

Besuch meines Austauschpartner bei uns

Nachdem wir am 27. März einen Tagesausflug mit der Familie nach Berlin gemacht haben, um zum Abend meinen Austauschschüler vom Flughafen Tegel abzuholen, ging es für ihn am Folgetag gleich zur Schule. Aufgrund seines Alters und Erfahrungen mit früheren Austauschschülern, hat die Schule schon von vornherein beschlossen ihn eine Klasse tiefer zu unterrichten.  Ich kann nicht sagen, ob diese Entscheidung förderlich für das Wohlbefinden meines Partners gewesen ist, aber ich glaube, dadurch hatte er überhaupt annähernd eines Chance, irgendetwas aus dem Unterricht mitzunehmen – zumal in Frankreichder Stoff sowieso ein wenig zurück ist.

Mein Austauschpartner hatte das Glück, dass er in einer ferienreichen Zeit nach Deutschland kam. So zum Beispiel die Osterferien, in denen wir mit ihm an der Müritz waren. Wir haben ihn in alle familiären Aktivitäten, so gut es ging eingebunden, um ihm seine Zeit in Deutschland so angenehm wie möglich zu machen.

Die Rückreise hat er nicht, wie die meisten, mit der Gruppe gemacht, sondern er wurde von seiner Familie bei uns abgeholt. Schon damals hatten wir viel Kontakt zu seinen Eltern in Frankreich, um sie bei bei der Planung ihres Trips durch Deutschland bestmöglich zu unterstützen. Durch diesen Umstand hatte ich die Möglichkeit, meine Gasteltern schon vor meiner Ankunft in Frankreich kennen zu lernen.

Die Schule – Oder doch lieber „das Gefängnis“?

Was die Schule angeht, so fühlte ich mich dort mich dort nicht wirklich wohl. Alle Schüler der Schule hatten ein Heft, den „Carnet de Correspondence“. Dieses war allein für die Kommunikation zwischen Schule und Eltern zuständig, ohne welches ich nicht vor 16:30 Uhr das Schulgelände verlassen durfte und welches jedes Mal zum Eintritt in die Sporthalle benötigt wurde. Aufgrund übermäßiger Kontrolle, durch extrem viele Aufseher und auch dem eben angesprochenen Heft fühlte ich mich in der Schule ein wenig wie in einem Gefängnis. Ebenfalls herrscht ein wenig mehr Disziplin, warum ich diese aber zu überdosiert finde, kannst du in meinem Blogbeitrag lesen, dessen Hauptthema die Schule ist: http://wp.me/p4Od7l-eG

Die Esskultur in Frankreich 

Die Vorurteile bezüglich der Essgewohnheiten welche die Deutschen gegenüber den Franzosen haben, bestätigten sich. Es gab immer Brot, wirklich zu fast jeder Mahlzeit. Selbst in der Schule gibt es immer ein Brötchen dazu. Dadurch, dass ich in der Küstenregion gelebt habe, haben wir sehr viel Meerestier gegessen. Ich bin nicht wirklich der Typ der etwas ablehnt nur weil ich es nicht kenne, daher habe ich so gut wie alles, was mir aufgetischt wurde, probiert, darunter alle möglichen Sorten an Muscheln, Krebs  und Shrimps. Auch Muscheln habe ich probiert, und ich finde, dass diese gar nicht so schlecht schmecken.

Mehr über die Esskultur in einem meiner Blogbeiträge: http://wp.me/p4Od7l-eB

Kacka machi

Die Toilettengewohnheiten in Frankreich waren eine wenig, ähm … „anders“ ist vielleicht ganz treffend. Es gibt „Toilettenarten“ die uns Deutschen vielleicht gar nicht bekannt sind. Ebenfalls ist die Klobürste entweder nur Dekoration oder gar nicht vorhanden, genauso ist einigen Franzosen der Spülknopf nicht bekannt und die Meisten halten es nicht für nötig, sich nach dem Toilettengang sich die Hände zu waschen. Wer noch mehr über die Toilettengewohnheiten in Frankreich wissen will, schaut sich am besten meinen Blogbeitrag an, in dem unter Anderem auch eine Grafik mit bekannten Toilettenarten enthalten ist: http://wp.me/p4Od7l-jn

Familie

Ich fühlte mich in meiner Gastfamilie sehr wohl. Ich wurde in  jegliche Aktivitäten, die wir unternommen haben, integriert. Es wurde unter Anderem auch auf meine Bedürfnisse eingegangen, so wurde ich zum Beispiel gefragt, was mir schmeckt und was nicht. Meine Gastmutter scheint beobachtet zu haben, wovon ich viel und gerne esse. Davon hat sie dann immer etwas mehr gekauft. Zum Anfang war es schon schwierig, sich untereinander zu verständigen, jedoch hatte mein Gastvater Deutsch und meine Gastmutter English als erste Fremdsprache. So kam es vor, dass zum Anfang ein Satz aus französischen, deutschen und englischen Wörter bestand.

Mein Gastvater arbeitet als Tierarzt und er hat mir angeboten, ihn einen Tag lang zu begleiten. Das war ein wirklich sehr cooler Tag. Er hat mit gezeigt, was er alles so auf Arbeit macht und ich durfte sogar bei mehreren Operationen dabei sein und zusehen wie er oder ein anderer Doktor das Tier operierte.

Als Deutscher in der Familie habe ich der Gastfamilie auch einige deutsche Weihnachtstraditionen gezeigt. So bekam ich mehrere Pakete von meiner Familie aus Deutschland, die vor lauter Plätzchen schon überquollen. Für die Kinder gab es auch ein kleines Nikolausgeschenk. Die Eltern waren darüber informiert, weil sie auch bei der „Geschenkberatung“ mithalfen. Ich fand es sehr nett, dass ich zum Nikolaus auch ein kleines Geschenk bekommen habe :). Insgesamt haben wir uns alle ausgesprochen gut verstanden. Ich hoffe, dass ich weiterhin mit der Familie in Kontakt bleibe, beim nächsten Urlaub in Frankreich werden wir auf jeden Fall vorbeischauen.

sprachlicher Fortschritt

Meine Fähigkeit mit den französischen Wörtern zu jonglieren, konnte ich mit diesem Austausch extrem verbessern. Auch wenn ich nicht wirklich so jemand bin, der sich dann während des ganzen Austausches von morgens bis abends mit der Sprache beschäftigt, so konnte ich in diesem drei Monaten meine Französischkenntnisse um einiges erweitern, aber mit noch einer ganzen Menge Potenzial nach oben. Wenn ich diese drei Monate noch einmal erleben könnte, so hätte ich von Anfang an ein kleines Vokabelheftchen geführt. Das ist vielleicht nicht für jeden etwas, aber da ich sehr vergesslich bin, hätte es wahrscheinlich sehr geholfen. Zum Beispiel ist es häufig vorgekommen, dass ich ein Wort nicht verstanden habe, dann habe ich gefragt was das bedeutet und noch während mir das Wort erklärt wurde, habe ich schon vergessen um welches Wort es ging.

Kritik am Programm

Ich muss ehrlich sagen, dieser dreimonatige Austausch mit knapp 70 Schülerinnen und Schüler war um Einiges besser organisiert, als manch einwöchige Klassenfahrt mit 20 Personen.  Es gab keine Probleme auf der Hin- und Rückreise und wir wurden über alle wichtigen Dinge informiert. Kurz: Es lief alles wie geschmiert. Ich wüsste nicht, was man noch besser machen könnte.

In der kommenden Zeit, möchte ich alle gesammelten Eindrücke in einem Buch festhalten. Ich werde mir das ganze als gebundene Ausgabe bestellen, für dich wird das ganze als eBook zum Download bereit stehen, wenn du dich für den Newsletter anmeldest :-). Trag dich ein und du bekommst einen Downloadlink, sobald das eBook verfügbar ist.

 

 

Denk an die Anderen …

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Wir befinden uns mitten in der Vorweihnachtszeit, nur noch wenige Tage, dann wird in den meisten Haushalten Deutschlands Weihnachten gefeiert. Es gibt ein Festessen und alle beschenken sich gegenseitig. Überall hängen Lichterketten und die Häuser sind wundervoll geschmückt. Vor einigen Tage habe ich diese Gelegenheit genutzt, um mit meiner Kamera durch die Straßen Stralsunds zu spazieren und das Weihnachtsfeeling ein wenig einzufangen.

Besonders zu dieser Jahreszeit trifft man auf ein paar mehr Obdachlose auf den Straßen. Ich kam gerade aus dem NanuNana und freute mich nun, alle Weihnachtsgeschenke besorgt zu haben, da traf ich auf so jemanden. Ich habe ihn schon auf dem Hinweg getroffen und beschlossen, dass ich das Wechselgeld, welches bekommen werde,  in seine Dose schmeiße.

Als ich dichter kam, fing ich an, den Mann interessant zu finden. Ich mache das öfter, wenn ich unterwegs bin. Ich schaue mir die Gesichter anderer Menschen an und überlege, ob die Gesichter interessant sind. Das begann, als ich für die Ausstellung “Stralsund Monotone” unterwegs war. Ich brauchte für die Ausstellung Portraits mit Gesichtern Stralsunds, aber ich wollte nicht ein x-beliebiges Gesicht nehmen, sondern eines mit Geschichte, so schulte ich meinen Blick für Gesichter.

Da ich sowieso meine Kamera dabei hatte, fragte ich den Obdachlosen, ob ich vielleicht ein paar Fotos von ihm machen dürfe – davor hatte ich schon einen Teil in seine Kasse gelegt, damit es nicht ganz so unhöflich kommt. Es entwickelte sich ein Gespräch, ich stellte fest, dass er nicht ganz so gut Deutsch spricht, aber ich durfte einen ganz kleinen Teil seiner Persönlichkeit kennenlernen. Ich empfand ihn als sehr sympatisch. Ebenfalls kam er mir trotz seiner schlechten Situation nicht so vor, als dass er das Leben nicht genießen würde. Ich spürte Lebenslust in seinen Worten.

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Er erzählte mir, dass er aus Ungarn kommt und zum Ende der Woche wieder dahin muss. Dort seien auch seine Frau und seine Kinder. Nach unseren Unterhaltungen willigte er ein und ich begann meine Idee, die Bewegungen die er mit seiner Gitarre macht, zu verbildlichen.

Als ich Unmengen an Fotos von dieser extrem interessanten Persönlichkeit gemacht hatte, wollte ich langsam wieder aufbrechen damit ich mich zur vereinbaren Zeit am vereinbarten Ort mit meiner Mutter treffen konnte. Auch er wollte langsam einpacken und in diesem Augenblick beschloss ich, ihm eine kleine Freude zu bereiten. Ich fragte ihn, wie lange er noch da wäre. Darauf antwortete er mir, dass er jetzt eigentlich los wolle und er morgen und übermorgen noch da wäre. Ich habe ihn um 5 Minuten gebeten, woraufhin er mir sogar 10 gab 😀

Also bin ich losmarschiert zum Rossmann, um eines der gemachten Bilder auszudrucken. In Windeseile habe ich die geschossenen Bilder gesichtet und mich entschlossen. Also an den Fotodrucker ausgewählt und gedruckt.

Diese Fotodrucker sind extrem blöd, da sie einem nicht drauf hinweisen, dass die Bilder im falschem Format aufgenommen sind, sondern einfach abschneiden. Naja, ganz nach dem Motte “Scheiß drauf, ich lass das jetzt so”, bin ich an die Kasse. Uff, gefühlt eine Million Menschen waren vor mir an der Kasse. Etwas unter Zeitdruck beeilte ich mich mit demBezahlen und bin schnell wieder zu dem Mann hingegangen, in der Hoffnung, dass er immer noch da ist. Ich wurde nicht enttäuscht. Er hat seinen Platz nicht verlassen und ich überreichte ihm den Umschlag mit dem Foto. Er hat sich sichtlich gefreut. Wir haben uns gegenseitig frohe Weihnachten gewünscht und gingen jeder unseren Weg.

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Es ist ein schönes Gefühl, jemandem ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, und erst recht, wenn dies schon mit Kleinigkeiten funktioniert. Im Nachhinein, beim Schreiben dieses Beitrages, denke ich darüber nach, ob ich ihm nicht vielleicht ein paar mehr Bilder als nur eines hätte geben sollen, vielleicht nächstes Mal.

Ich möchte mit diesem Beitrag bezwecken, dass den Obdachlosen die auf der Straße sitzen mehr Beachtung geschenkt wird. Es muss nicht immer gleich ein Zehner abgegeben werden, aber vermutlich jeder, der diesen Beitrag liest, hat es nicht nötig, auf der Straße zu sitzen und zu betteln (es ist eigentlich ein doofes Wort, weil es so abwertend klingt). Es hält sich immer noch hartnäckig die Meinung, dass es diese Menschen nicht wert wären, da sie ja das Geld eh nur für Alkohol und Zigaretten ausgeben. Aber wer wirklich dieser Meinung ist, der kann auch einfach mal den Rest von seinem Brötchen abgeben. Es ist für uns nur eine Kleinigkeit, aber spätestens wenn der Beschenkte dir ein Lächeln schenkt, dann wirst du erkennen, was du damit erreicht hast! Es ist einfach ein schönes Gefühl. In Frankreich konnte ich einmal beobachten wie zwei Frauen das Baguette von dem sie lediglich zwei mal abgebissen hatten, einem Obdachlosen schenkten

Selbstverständlich werde ich hier keine Bilder veröffentlichen die diesen Mann abbilden, unter Anderem auch aus dem Grund, dass er nicht eingewilligt hat. Aber mit den gezeigten Bildern, möchte ich die Aussage dieses Beitrags noch einmal unterstreichen. Also wenn du das nächste mal an jemandem vorbeigehst, der es sichtlich schlechter hat als du, dann denke wenigsten ein bisschen nach, anstatt ihn komplett zu ignorieren 🙂

 

Stockfotografie – Nur was für Amateure?

Stockfotografie ist das China der Fotografie. Es gibt gute Bilder zu Spottpreisen – nicht mal mehr ein Euro muss für ein Bild gezahlt werden.

Vor kurzem tauchte in meinem Newsfeed “Fotolia – zwei Freunden gefällt das” auf. Ich stand vor der Frage “Soll ich dem wirklich ein Like geben? Interessiert mich das wirklich?”. Und ich begann über das System der Stockfotografie nachzudenken und habe beschlossen, meine Gedanken in diesem Beitrag festzuhalten.

Es war 2010, ich war absoluter Fotografie-Anfänger, hatte lediglich eine kleine Kompaktkamera. Aber ich wusste eins:

Mit Fotografie lässt sich Geld verdienen

Also erstellte ich mir ein Fotolia Profil und schaute mir zwei Bilder an, die sich ziemlich gut verkaufen ließen. Daraufhin schnappte ich mir meine kleine Kompaktkamera und knipste, was das Zeug hält. Von allem möglichen Technikkram, bis hin zu Hintergründen, die es schon tausendfach gibt. Die Enttäuschung kam überraschend schnell: Unter mehr als 100 Fotos wurden lediglich 4 Stück angenommen. Ich freute mich einen Kullerkeks, dass ich Bilder habe, die dort angenommen wurden, bis ich irgendwann merkte, dass Kullerkekse keine Ecken haben.

Durch die relativ geringe Anzahl an Views und ausbleibenden Verkäufen merkte ich, dass ich etwas falsch mache. Aber anstatt mich mehr auf Stockfotografie zu konzentrieren, fasste ich den richtigen Entschluss:

Ich machte, was mir Spaß macht

Denn mit Stockfotografie lässt sich zwar Geld verdienen, aber seien wir ehrlich: Macht das denn auch Spaß? Deine Bilder werden zu Spottpreisen für unter einen Euro verkauft, wenn du nicht richtig gut bist und dann lässt sich damit doch nichts verdienen. Und so richtige “Kunst” ist das auch nicht, man sieht kaum Bilder, die wirklich etwas mit ernsthafter Fotografie zu tun haben. Darunter verstehe ich aussagekräftige Porträts oder halt so kreative Dinge. Aber genau das macht die Stockfotografie zum Alltäglichen.

Stockagenturen zeigen den Alltag

Wir sehen ständig überall Bilder von Stockagenturen, egal wo wir hinschauen, auf fast jedem Werbeplakat. Deshalb sind die Bilder nichts Besonderes mehr für unser Auge, denn wir sehen sie jeden Tag. Besondere Bilder, die Emotionen ausstrahlen oder den Betrachter welche fühlen lassen, gibt es nicht für Spottpreise zu kaufen – denn dann wären sie nichts Besonderes mehr.

Viele sind der Meinung, dass Stockfotografie das Fotografengeschäft ruiniert, aber im Prinzip ist es eigentlich eine Win-Win Situation. Leute, die alltägliche Bilder brauchen, kommen ganz günstig ran, und Leute die (gute) “Alltagsbilder” produzieren, haben eine riesengroße Plattform, um sie zu vermarkten. Wer hingegen außergewöhnliche Fotografien sehen will, sollte mal die Seiten von namenhaften Fotografen screenen, denn solche Bilder findet man nicht auf Fotolia und Co.

Ich hatte mal eine Diskussion mit einer Fotografin  über Postkarten. Sie meinte “Die Bilder sind perfekt“, ich war der Meinung, dass Postkartenbilder ganz und gar nicht perfekt sind. Denn sie sind nur dazu gedacht, dem anderen zu zeigen, wo man sich gerade befindet und was man gesehen hat. Hast du jemals eine Postkarte bekommen und auf Grund des Bildes eine bestimmte Emotion gefühlt? Nein? Nicht verwunderlich, dafür weißt du, wo dein Absender sich aufgehalten hat. Damit sind Postkartenbilder meiner Meinung nach perfekt für ihren Zweck. Nicht mehr und nicht weniger.

Aber was hat das ganze jetzt mit der Überschrift zu tun?

Ich möchte, dass du dir klar darüber wirst, dass du als Stockfotograf nicht so kreativ werden kannst, wie du es dir vielleicht wünscht. Du kannst keine wunderbaren Astrofotografien, welche die Milchstraße zeigen, zu Stockagenturen geben, dafür wären sie viel zu gut. Und abgesehen davon fällt mir gerade keine Situation ein, in der jemand so ein Bild kaufen würde, weil er es für irgendeine Publikation braucht.

In gewisser Weise ist Stockfotografie nur etwas für Amateure, auch wenn mir viele Fotografen dafür jetzt vielleicht den Kopf abhacken würden, aber ernstzunehmende Kunstwerke kommen dabei wohl in den seltensten Fällen raus. Vielleicht habe ich auch einfach nur ein falsches Bild von der Stockfotografie, falls das so sein sollte, schreibt’s mir bitte in die Kommentare und korrigiert mich. Aber macht es denn Spaß, irgendwelche Bilder zu machen, die es wahrscheinlich schon zu Hauf gibt, und diese dann für ein paar mickrige Cents zu verkaufen? Das wäre nichts für mich …

Ich will damit nicht sagen, dass Stockfotografen Amateure sind, keineswegs, denn die Personen, die hinter den Bildern stecken, sind meistens professionelle Fotografen – jedenfalls alle, die damit hohen Umsatz erzielen können. Aber wie ich bereits sagte, mit künstlerischer Fotografie hat das eher weniger zu tun.

Aber wenn wir ständig nur Top Fotografien sehen würden, wäre das unser Alltag … von daher ist Stockfotografie nicht mehr aus unserem Leben zu denken, denn ohne Gut kein Böse, ohne groß kein klein und ohne Stockfotografie keine Kunstwerke.

Vielleicht stehe ich mit meiner Meinung alleine, vielleicht aber auch nicht … schreibt in die Kommentare, wie ihr zu meiner Meinung steht, und wo ihr die Stockfotografie in eurem Leben seht. Ich stehe gerne zu Diskussionen bereit 😉

PS: Ich habe übrigens mein Like bei der Fotolia Facebook-Page gelassen.

Vielen Dank an Fotolia, die mir das Bildmaterial im Beitragsbild kostenfrei zur Verfügung gestellt hat, hier die bildnachweise:

  • #73823852 © Gianluca Congiu – Fotolia.com
    http://de.fotolia.com/id/73823852
  • #45604399 © Robert Kneschke – Fotolia.com
    http://de.fotolia.com/id/45604399

 

Rezension zum Hörbuch “Abenteuer Fotografie”

 

Hörbücher. Das sind doch die Dinger für Leute, die keine Lust zum Lesen haben, oder?

Ich gehöre zu den Menschen, die so gut wie gar nicht lesen – jedenfalls keine Bücher. Das letzte Buch, was ich gelesen habe, waren “Die Känguru Chroniken”, aber davon dann auch gleich alle drei Teile. Nun hat der gute Stilpirat alias Steffen Böttcher ein Hörbuch veröffenlicht. Es ist schon eine ganz interessante Geschichte, denn dieses Hörbuch ist das einzige mir bekannte, welches sich die Fotografie als Themenschwerpunkt gesetzt hat. Daraufhin habe ich mich ein wenig informiert und von einer Freundin erfahren, dass dieses Hörbuch auf dem gleichnamigen Buch von dem Stilpiraten basiert und dieses anscheinend vor schon sehr gute Kritiken erhalten hat.

Also, Hörprobe angeschmisesen und beschlossen “Jup, das Ding muss ich haben”. Leider hatte ich nicht ganz die Zeit, alle vier Stunden am Stück zuzuhören, aber unglaublicher Weise habe ich es bis zum Ende geschafft. Ich habe noch ganz viele Videotrainings auf meiner Festplatte, die ich teilweise noch gar nicht wirklich angefangen habe. Die Begeisterung zu diesem Hörbuch beruht wahrscheinlich darauf, dass Steffen keine Schritt-Für-Schritt Anleitungen gibt, für die man ständig aufmerksam zuhören muss.

Er erzählt ganz offen und ehrlich über seine Erfahrungen. Dabei ist der ganze Text schon sehr lustig und direkt geschrieben, die Krönung ist aber sein Talent für’s Vorlesen. Vielleicht ist es auch nicht wirklich ein Talent, denn ich weiß, dass er dafür Unterricht genommen hat 😀 …

Dieses Hörbuch ist nicht nur für Anfänger der Fotografie geeignet, auch wenn diese hieraus wahrscheinlich am meisten lernen, denn auch für Fortgeschrittene sind viele nützliche Informationen verpackt. Ebenfalls finde ich es immer sehr interessant, Meinungen anderer zu hören, und die gibt es in dem Hörbuch von Steffen Böttcher reichlich.

Manch einem mag das lockere und selbstbewusste Auftreten des Stilpiraten nicht gefallen, unter anderem weil sie vielleicht ein wenig spießiger sind, aber mir gefällt’s. Ob es nun wirklich in jeder Situation gerechtfertigt ist, Hausfriedensbruch für ein Foto zu begehen, ist vielleicht ein wenig fragwürdig, ermutigt aber dazu, Grenzen zu überschreiten und damit quasi “grenzenlose” Fotografien anzufertigen.

Eine Rezension die ausschließlich positive Dinge erwähnt schaut immer ein wenig gekauft oder nicht ganz ehrlich aus, aber je länger ich nachdenke, desto weniger fällt mir ein, was mir nicht gefällt. Ich musste förmlich suchen, um hier Negatives schreiben zu können – und das zeigt doch, wie gut das Ding eigentlich ist. Aber am Ende meiner Suche habe ich etwas gefunden. Durch das fehlende Video gibt es nur den Ton, der die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Dadurch neigt man dazu, andere Dinge zu tun und sich vom eigentlichen Hören und Amüsieren über seine Erfahrungen ablenkt, es wirkt dadurch wie Musik, die im Hintergrund läuft. Das kann man zwar machen, aber wenn ich irgendwann mal viel Zeit finde, werde ich mir das ganze Hörbuch noch einmal anhören. Und dann ohne mich von etwas ablenken zu lassen.

Meine Meinung zum Hörbuch Fotografie von Steffen Stilpirat Böttcher. Für alle die noch einen kleinen Motivationsanschub brauchen, habe ich hier die Hörprobe verlinkt – es lohnt sich auf jeden Fall.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=_JiZwi0Pk1g]

Gastbeitrag von Dorothee Retzlaff – Eine Andere Seite von Frankreich

Bislang habe ich nur über mich und mein Leben in Frankreich geschrieben, dass ist dieses Mal anders. Denn ich habe eine Freundin, die ebenfalls einen Schüleraustausch in Frankreich macht, gefragt, ob sie nicht gerne einen Gastbeitrag schreiben möchte. Deshalb erfährst du nun eine etwas andere Seite von Frankreich, viel Spaß 😉 .

Genau wie Jonas befinde ich mich gerade in Frankreich zu einem Schüeraustausch. Nun, im Gegensatz zu Jonas, bin ich nicht in einer größeren Stadt gelandet. Ich bin hier nämlich im Jura in einer kleinen Stadt (wenn man das überhaupt Stadt nennen kann). Besser gesagt lebe ich in einem Dorf in der Nähe von einer Kleinstadt. Nun, wenn das Navi noch ca 1km bis zum Ziel anzeigt, kommt der erste Bauernhof in Sicht. Ich habe Glück und bin in einer total netten Gastfamilie gelandet, mit der ich hier echt viel erlebe. Meine Gastfamilie ist mit mir schon in den Urlaub nach Saint-Tropez und für ein Wochenende nach Paris gefahren.

Nun zur Kultur und zur Lebensweise. Natürlich, wie wäre es auch anders zu erwarten, ist hier alles ein bisschen anders. Ich fang einfach mal mit dem Essen an. Meiner Meinung nach ist das Essen hier besser! Ich bekomme hier 2 mal täglich warmes Essen. Nach dem Essen gibt es immer Käse, was für mich als Käseliebhaber ein schlagendes Argument ist. Nach jedem Mittag- oder Abendessen gibt es immer noch ein Dessert, z.B. Creme Brulée oder einfach nur einen Joghurt. Ich werde hier allein schon vom Dessert satt. Manchmal gibt es davor sogar noch einen Aperitif. Das alles tut meiner Figur zwar gar nicht gut, aber es stärkt meine Moral, wenn ich mal wieder deprimiert bin. Der nächste Unterschied ist die Musik z.B. im Radio. Hier in Frankreich gibt es sehr viel französische Musik und alte englische/amerikanische Musik.

Leider werde ich hier aber auch mit einigen Klischees konfrontiert, z.B. ist es für einige katholische Franzosen seltsam, dass ich Protestant bin. Sie stellen mir andauernd solche Fragen wie: Habt ihr Protestanten auch einen Friedhof für die Toten? Geht ihr auch in normale Kirchen? Halt eben so Sachen, wo ich mir merke, wie wenig die darüber wissen. Ein weiteres Klischee ist, dass wir Deutschen immer essen, was ich aber auch bestätigen muss. Wir essen in der Schule, wenn wir nach Hause kommen, eigentlich immer, aber nicht so viel. Hier essen die immer nur morgens, mittags und abends, aber viel. Da ich hier trotzdem immer Hunger habe, esse ich immer wegen meiner Hunger-Attacken und zu den Hauptmahlzeiten viel, aus Höflichkeit. Nun zum Thema Höflichkeit: Ich habe beschlossen hier Alles zu essen, demnach auch Sachen, die man in Deutschland nicht essen würde, zum Beispiel Schnecken. Ich muss zugeben, dass ich am Anfang irgendwie echt Angst davor hatte, die Schnecken zu essen. Letztendlich war es aber eigentlich gar nicht so schlimm, sie schmecken nur nach der Kräuter-Soße, aber die Konsistenz war schon etwas seltsam. Nun zu dem Ort, wo ich den Großteil meiner Zeit verbringe: Die Schule.

Anders als Jonas gehe ich nicht auf’s Collège sondern auf’s Lycée (10-12. Klasse), weil meine Austauschschülerin in der Grundschule eine Klasse übersprungen hat gehe ich hier in die 11. Klasse, obwohl ich in Deutschland erst in der 10. Klasse bin. Das Schulsystem ist in ganz Frankreich einheitlich. Hier muss man sich schon in der 11. Klasse entscheiden welchen Beruf man in etwa später ausüben möchte, denn man muss aus 3 Zweigen wählen: Entweder man geht in die premier S, beschäftig sich vorwiegend mit Wissenschaften und Mathe, kann dafür aber später seinen Beruf komplett frei wählen oder man geht in die premier ES, die Wirtschaftsklasse, wie der Name schon sagt beschäftigt man sich vorwiegend mit Wirtschaft, kann später alles bis auf medizinische Berufe ausüben. Die dritte (und letzte) Möglichkeit ist die premier L, die Literatur-Klasse: Hier beschäftigt man sich vorwiegend mit Sprachen, hat wenig oder gar kein Mathe und kaum Wissenschaften. Hier kann man nur wenige Sachen studieren.Bei diesen Möglichkeiten handelt es sich nur um Möglichkeiten für das generelle Abitur, natürlich gibt es hier auch noch das Fach-Abitur. weiterlesen

Kugelpanorama: So geht’s

Kugelpanoramen sind die Bilder, die einem zeigen, dass die Welt doch gar nicht so groß ist. Dort wo man sich gerade befindet entsteht ein Planet, du kannst ihn taufen wie du willst – aber alles was du mit bloßem Auge nicht erkennen kannst, gehört auch nicht zu deinem Planet. Ich möchte dir zeigen, wie du die Gedanken von “deiner” Welt verwirklichst. Ich zeige dir, was du bei der Aufnahme beachten solltest und welche Möglichkeiten du in der Postproduction hast.

Um dir deinen Planeten zu bauen, hast du zwei Möglichkeiten:

  • Such dir ein schickes Bild aus und jage es durch Photoshop
  • Such dir einen wunderbaren Standpunkt, wo du dich und deine Welt siehst, mach ein 360° Panorama und rechne das ganze zu einem Little Planet um

Die Photoshop Variante

1. Man nehme ein Bild und öffne es in Photoshop. Ich verwenden in diesem Fall PS CC 2014:

Falls die Enden deines Bildes nicht ganz übereinstimmen, spiegel dein Bild doch einfach:2014-11_04_Kugelpanorama_pic_03

  • Transformiere dein Bild auf die Hälfte der Breite
  • Dupliziere das Bild mit CMD+J (bei Windows STRG+J)
  • Ziehe das Duplikat auf die andere Hälfte
  • Falls dein Bild noch kein Smartobjekt ist, konvertiere es mit Rechtsklick auf die Ebene -> In Smartobjekt konvertieren
  • Rechtsklick auf das Duplikat -> Inhalt bearbeiten
    • Es darf nur das Duplikat als Smartobjekt vorliegen, ansonsten werden beide Ebenen gespiegelt – und das bringt nix2014-11_04_Kugelpanorama_pic_05
  • In dem darauf sich öffnenden Fenster das Bild oben unter dem Menü Bild -> Bilddrehung -> Arbeitsfläche horizontal spiegeln2014-11_04_Kugelpanorama_pic_06

2. Bevor aus deinem Bildmaterial ein Little Planet werden kann, muss alles auf das Format 1:1 skaliert werden. Das sieht zwar für den Moment etwas komisch aus, aber nur so bekommst du später ein vernünftiges Ergebnis. Gehe Dazu auf Bild -> Bildgröße und stelle dir den Wert in etwa so wie du es später benötigst, 3000×3000 Pixel reichen in den meisten Fällen vollkommen aus.

 

3. Navigiere zu Bild -> Bilddrehung -> 180°

Wenn du dein Bild nicht drehst, bekommst du ein “umgekehrtes Little Planet” – wahrscheinlich nicht das was du möchtest, aber probiere es ruhig mal aus 😉

4. Gehe zu Filter -> Verzerrungsfilter und wähle dort Polarkoordinaten aus

FERTIG! – Du hast dir ein Little Planet gezaubert

Aber das ist natürlich keine richtige Kunst und die Ergebnisse sind meistens nicht so verblüffend wie es bei einem richtigen Planeten der Fall wäre. Deshalb komme ich nun zum spannenden Teil, ein richtiges Little Planet aus einem 360° x 180° Panorama

Die Pro-Variante

Hast du schon ein Stativ? Falls ja, super 🙂 dann können wir loslegen. Falls nein, du kannst es auch ohne probieren, aber die Ergebnisse werden mit Stativ eindeutig besser, glaub mir. Ich habe schon mehrmals ohne Stativ versucht, ein Little Planet zu machen, aber die Ergebnisse waren dann eher ernüchternd.

Stell dein Stativ auf eine Position von der Du gerne ein Kugelpanorama haben möchtest. Das kann vom Prinzip her überall sein, auch in deiner Wohnung, wenn dir danach ist. Du solltest halt nur darauf achten, dass du mit der Kamera wirklich einmal komplett rum musst. Wenn also irgendetwas im Weg ist, was du nicht draufhaben willst, dann such dir entweder einen anderen Platz oder räum’s weg.

Nachdem du deine Kamera auf dem Stativ befestigt hast, gehe diese Schritt-für-Schritt Anleitung durch:

1. Drehe deine Kamera hochkant

…bei jedem Panorama das du machst!! Ich habe meine ersten Panoramen im Querformat gemacht, das hat den den Vorteil, dass du für eine Umdrehung weniger Bilder brauchst, aber du hast auch weniger auf jedem einzelnem Bild drauf. Daher wird ein Panorama welches aus Querformatbildern gemacht ist, extrem unproportional. Du hast dann ein Bild welches unglaublich breit ist, aber nur ein ganz bisschen hoch – und mal ehrlich, irgendwann ist es einfach nicht mehr schön. Wer’s trotzdem braucht, kann ja am PC noch bisschen zuschneiden.

Ebenfalls ist es für dein Panoramaprogramm besser, wenn du hochkant fotografierst. Denn bei einem Kugelpanorama musst du mehrere Reihen fotografieren und je dichter du in Richtung Himmel oder Fußboden kommst, desto weniger Überlappung ist zwischen den Einzelbildern. Bei einem Querformat kann es ganz leicht passieren, dass dann nur noch Himmel und Boden auf dem Bild sind, woher soll dann dein Stitcher wissen, wo das Bild hingehört?

2. Stelle die Kamera auf den manuellen Modus

Ich empfehle generell in diesem Modus zu fotografieren, aber warum und weshalb habe ich schon woanders erklärt. Wenn du noch Probleme mit den verschiedensten Begriffen haben solltest, oder auch gar nicht weißt, was es damit auf sich hat und wie sie sich auf das Ergebnis auswirken, schau doch mal hier vorbei:

Nachdem du nun weißt, was der manuelle Modus ist und wie man ihn bedient, kommt hier die Erklärung, warum alles andere keinen Sinn ergeben würde:

Wenn du die einzelnen Parameter der Automatik überlässt, sieht jedes Bild anders aus. Ein Panorama ist aber ein Bild und entweder dein Stitcher kommt nicht damit klar oder du hast ein Bild, welches überall verschiedene Helligkeitsabstufungen hat – mit Glück lassen sich die zwar noch wieder rausarbeiten, aber warum kompliziert wenn’s auch einfach geht?

3. Parallaxeneffekt und Nodalpunktadapter

Strecke einen Finger weit aus, einen Finger der anderen Hand hält du so, dass er ein nur ein kleines Stückchen von der Nase entfernt ist. Jetzt mach die Augen zu und richte beide Finger so aus, dass sie sich überlappen.
Wenn du wie ich beide Augen einzeln zukneifen kannst, öffne das eine Auge und schließe das andere. Falls du das nicht kannst, lass dir von jemandem ein Auge zudecken. Wie du siehst, überlappen sich die Finger jetzt nicht mehr – genau das ist der Parallaxeneffekt. Genau das gleiche Problem hat auch die Kamera, daher braucht man eigentlich einen Nodalpunktadapter.
Ich selber bin noch nicht im Besitz eines sogenannten Nodalpunktadapters. Bislang ging es eigentlich auch ohne, deshalb ist es meiner Meinung nach kein must-have für Panoramaeinsteiger. Aber jeder der Spaß an dieser Art des Fotografierens findet, sollte früher oder später nachdenken, sich so ein Ding zu holen – ich liebäugle auch schon 😉
Speziell zur Ergänzung meiner dürftigen Erklärung zu diesem Punk, habe ich am Ende des Beitrags noch ein Video vom Fotoschnack eingebunden, dort wird vieles noch ein bisschen ausführlicher erklärt. Gunther Wegner hat auf seinem Blog erklärt, was man tun kann, wenn man trotz fehlendem Nodalpunktadapter Panoramen machen will. Ich habe es selber noch nicht ausprobiert, da ich noch keine Zeit gefunden habe. Früher oder später kommt sowieso so ein Teil bei mir Zuhause an 😀 … gerne könnt ihr auch eure Erfahrungen mit und ohne Nodalpunkadapter in den Kommentaren posten.

4. Die Aufnahme

Wenn du es bis hierhin geschafft hast, dann brauchst du nur noch deine Kamera nach unten drehen, einmal rum, Stückchen höher, einmal rum und das solange bis du ganz oben angekommen bist. Damit das du nachher nicht mehr das Stativ auf dem Bild hast, solltest du deine Kamera für das letzte Bild vom Stativ runter nehmen und noch ein Bild vom Untergrund machen. Wenn du damit fertig bist, hast du alle Bilder im Kasten

Post-Production

Für das Stichen der Panoramen kommt bei mir PTGui zum Einsatz. Es gibt aber auch kostenfreie Programme wie z.B. Hugin, auch Photoshop ist in der Lage Panoramen zu Stitchen, nur habe ich mit PTGui bislang die besten Erfahrungen gemacht.
2014-11_04_Kugelpanorama_pic_01Zuerst werden die Bilder in Lightroom importiert, und sofern ich die Bilder mit meinem 9mm Fisheye gemacht habe, wird die starke Verzerrung entfernt. Bislang habe ich noch von keinem Plugin gehört, welches die Übergabe der Bilder von Lightroom zu PTGui übernimmt. Daher habe ich es mir als ein Programm bei Lightroom hinterlegt, in das ich exportieren kann. Dazu öffnet ihr die Voreinstellungen von Lightroom.In dem Reiter “Externe Bearbeitung” kannst du nun ein neues Programm zum exportieren hinterlegen. Ich exportiere meine Bilder als 16 Bit TIFF, weil ich damit am wenigsten Bildinformationen verloren gehen – was förderlich für die Weiterbearbeitung des fertigen Panoramas ist.2014-11_04_Kugelpanorama_pic_02
Nachdem die Bilder nach PTGui exportiert wurden, erscheinen in dem gleichen Ordner Kopien der Originaldateien (als TIFF). Die kannst du als abgelehnt markieren (Taste X) und  nach Fertigstellung des Panoramas löschen.
In PTGui brauchst du vom Prinzip nichts weiter machen, als auf “Align images” drücken. Das Programm ist da recht zuverlässig beim Berechnen, sollte es dennoch zu Fehlern kommen, kannst du die Bilder im Panorama Editor so verschieben, wie du sie brauchst.2014-11_04_Kugelpanorama_pic_12
An dieser Stelle speichere ich mir immer einmal das fertige Panorama ab. Hierfür verwende ich die folgenden Einstellungen: TIFF – 16 Bit – LZW
Wenn ich noch einige Bearbeitungen an meinem Panorama vornehmen möchte, führe ich die jetzt durch, indem ich das gestitchte Panorama in Photoshop lade und es dort so bearbeite wie ich es gerne hätte.
Danach brauchst du nur noch auf “Little Planet” klicken und, wie schon beschrieben, abspeichern.
Ich hoffe, dass ich dir einigermaßen verständlich erklären konnte, wie du dir deinen “eigenen” Planeten erschaffst. Ich würde mich übrigens freuen, wenn du dein Ergebnis (mittels Link) in ein Kommentar postest 🙂 . Solltest du Schwierigkeiten haben, hab keine Scheu, mir eine Nachricht zu schicken. Hier kommt, wie versprochen, das Video vom Fotoschnack. Als Endergebnis kommt zwar ein “interaktives Panorama” raus, aber die Herangehensweise ist die gleiche. All jene, die kein Geld für PTGui oder Photoshop ausgeben möchten, können auf die Freeware Hugin zurückgreifen: hier wird erklärt wie’s damit geht 😉 . Falls du PanoramaStudio installiert haben solltest, auch damit kannst du ganz einfach Little Planets machen, hier wird gezeigt wie’s geht

Fotoschnack

[vimeo http://vimeo.com/20052336]

Mehr Little Planets von mir:

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Was liegt denn da in der Toilette?

Wer regelmäßig meinen Blog verfolgt, wird bemerkt haben, dass schon lange kein Beitrag mehr über meinen Schüleraustausch nach Frankreich erschienen ist. Das hängt damit zusammen, dass ich einfach nicht mehr genau weiß, worüber ich denn schreiben soll. Ich habe schon so gut wie alles erzählt und es passiert einfach nichts Neues und Interessantes mehr. Es wurde mir gegenüber aber großes Interesse an einem weiterem Beitrag geäußert, deshalb versuche ich nun einige Dinge zu finden, die ich bislang verschwiegen habe.

Steckdosen

Dieser Stichpunkt sollte eigentlich schon in einem der vorherigen Beiträge behandelt werden, aber irgendwie ist das immer in Vergessenheit geraten. In Frankreich gibt es ein klein wenig andere Steckdosen als in Deutschland. Ich habe keine Ahnung, womit das zusammenhängt, aber es könnte vielleicht für all jene von Bedeutung sein, die vorhaben, früher oder später einmal nach Frankreich zu fahren. Die meisten deutschen Stecker sind mit diesen Steckdosen hier kompatibel, dennoch sollte bei älteren Geräten vorher geprüft werden, ob dieses Loch für den “Nupsi” vorhanden ist – nicht das es zu bösen Überraschungen kommt.

Kacka machi

Ja das ist so eine Sache hier mit den Toiletten. Ich erwähnte ja bereits, dass die Schultoiletten hier teilweise noch schlimmer sind als einige Autobahntoiletten in Deutschland, aber auch woanders sind mir … ähm nennen wir es “Unterschiede” aufgefallen. Eine Freundin war so lieb und hat mir eine kleine Übersicht der bisher bekannten Toilettenarten geschickt. Das ganze habe ich dann digitalisiert und die kleinen Figürchen in mühseliger Fummelarbeit freigestellt, da diese auf liniertem Papier waren und die Linien so ziemlich den gleichen Blauton hatten wie die Tinte.

2014-11_03_FR_Kacka_ToilettenartenFür das männliche Volk  dürften es wohl in den meisten Fällen keinen Unterschied in der Benutzung geben, aber sollte wirklich mal der Fall eintreten, dass man eine “Sitzung machen” muss, dürfte wohl jeder das “Normalklo” bevorzugen.

Ach ja, die Worte “Spülen” und “Klobürste” scheint es nicht im französischen Wortschatz zu geben. Oft wird hier nach dem Motto “klein bleibt stehen groß muss gehen” gelebt – aber auch hier gibt es Ausnahmen. Nein ich meine nicht, dass trotzdem mal nach klein gespült wird … sondern das Gegenteil! 😀 Während meines Aufenthalts hier habe ich schon mindestens 4-5 nicht runtergespülte Kacka gefunden. Und regelmäßig bleibt das was bei uns mit der Klobürste entfernt wird, einfach kleben. Die Klobürste steht bei uns übrigens so weit hinter der Toilette, dass ich anfangs dachte, die haben hier gar keine. Ich will das nicht unbedingt verallgemeinern, aber ich habe auch von einer Freundin, die ebenfalls einen Austausch gemacht hat, ähnliches gehört.

Abends an der Brücke zur île de Ré

Kommen wir jetzt zu einem fotografischen Thema. Ziemlich dicht von uns, ist eine Brücke die La Rochelle und die île de Ré” miteinander verbindet. Brücken haben so etwas faszinierendes an sich. Ich weiß nicht was, aber auf jeden Fall konnte ich es mir nicht entgehen lassen, diese einmal zur blauen Stunde zu besuchen und mit ihrer Beleuchtung abzulichten. Dabei ist das folgende Panorama rausgekommen:

E-M5 - ISO 100 - 12mm - f8
E-M5 – ISO 100 – 12mm – f8

Durch die immer weiter fortschreitende Dämmerung, musste ich in diesem Falle auf die Belichtungsautomatik zurückgreifen. Ansonsten wäre in dem Panorama ein Helligkeitsverlauf, der auf der rechten Seite wahrscheinlich imSchwarz enden würde. Auf der linke Seite habe ich mit einer Belichtung von “nur” 8 Sekunden angefangen, das ganz letzte Bild auf der rechten Seite wurde mit 60 Sekunden belichtet, um die gleiche Stimmung zu haben wie auf dem ersten.

Sonntagspicknick

Picknick, das hört sich doch cool an. So schön idyllisch … Nun ja, hier hat Picknick für mich eine ganz andere Bedeutung bekommen.

Jeden Sonntag ist der Vater von meinem Austauschschüler von früh morgens bis spät abends auf Jagd. Und jeden Sonntag treffen wir uns mit ihm zum Mittag auf dem Vereinsgelände, um zu picknicken. Doch so toll das auch klingt, das ist es nicht. Wenn wir die 20-30 minütige Hinfahrt überstanden haben, sind meistens schon die anderen Jäger da. Dann wird sich ein wenig unterhalten und es gibt etwas zu trinken. Irgendwann fängt man dann an, mal darüber nachzudenken, ob es nicht vielleicht an der Zeit ist, mal so langsam den Tisch aufzubauen. Bei gutem Wetter steht der Tisch draußen in der Sonne, bei Regen oder viel Wind eben unter der Überdachung. Danach werden Chips und andere Snacks aufgetischt und es wird sich wieder unterhalten.

Während die Anderen so gegen 13:15 anfangen, mal so darüber nachzudenken, ob man jetzt vielleicht unter Umständen mal etwas essen möchte, könnte ich schon einen Bären verschlingen.  Das Essen besteht aus Resten von der ganzen Woche, ihr könnt euch das in etwa so vorstellen: aufgewärmt, abgekühlt, aufgewärmt, abgekühlt und wieder aufgewärmt.

Nach dem Essen entstehen unter den Erwachsenen wieder lange Gespräche und ich muss zusehen, wie ich die Zeit totschlagen kann. Wenn dann alle so nach und nach verschwinden, räumen wir den Rest weg und packen auch ein. Es erwartet uns eine 20-30 minütige Rückfahrt mit voraussichtlicher Ankunft zwischen 15:00 und 15:30 Uhr, dann ist auch schon der halbe Nachmittag rum.

 

Mein Fotorucksack

2014-11_02_Mein-Fotorucksack_pic_01

Durch einen Blogpost von Patrick Ludolph, in dem er seine Leser aufgerufen hat, ihm den eigenen Fotorucksack zu zeigen, wurde ich ermutigt diesen Beitrag zu verfassen. Ich werde ein wenig erklären, was sich in meinem Rucksack alles so tummelt; muss man ja als Fotoblogger schließlich irgendwann mal gemacht haben 😀

Mein Rucksack mag für die meisten recht klein erscheinen, aber es ist alles Wichtige darin. Zu allem, was auf dem Bild zu sehen ist, sollte noch die Kamera mit der Kit-Objektiv-Ausführung hinzugerechnet werden, denn das musste leider zum fotografieren der Innereien herhalten:
 2014-11_02_Mein-Fotorucksack_pic_02 2014-11_02_Mein-Fotorucksack_pic_03

Olympus OM-D E-M5:

 2014-11_02_Mein-Fotorucksack_OM-D_Black
Nachdem ich im Sommer 2013 einen kleinen Ausrutscher zu Nikon gemacht habe, bin ich nun wieder bei OLYMPUS gelandet. Die Kamera ist genial und hat mich bisher noch nie im Stich gelassen. Selbst Starkregen nimmt diese Kamera gelassen hin – das sagt nicht nur die Beschreibung, sondern ich habe das auch schon mehrfach ausprobiert. Ich liebe die LiveTime-Funktion, in der ich das Bild sehen kann, bevor ist es fertig aufgenommen ist. Und überhaupt bietet diese Kamera wohl den besten Mix aus Bildqualität, Komfort und Gewicht. –

OLYMPUS m.Zuiko Premium 45mm 1,8

2014-11_02_Mein-Fotorucksack_ET-M4518_silver

Mein absolutes Lieblingsobjektiv, ich liebe diese Lichtstärke und die damit verbundene Freistellmöglichkeit. Sobald mir Personen vor der Linse stehen oder ich eine große Lichtstärke brauche kommt dieses Objektiv zum Einsatz. Durch den Cropfakter 2,0 des Sensor ist die Schärfentiefe erhöht und man hat weniger Sorgen mit unscharfen Bereichen. Daher kann man die Lichtstärke voll ausnutzen. Das Gewicht, die Größe und der Preis von unter 300 € machen diese Linse zu einem Must-Have für Besitzer einer Kamera mit MFT Sensor.

OLYMPUS Body Cap Lens 9mm 1:8.0

ID: 11444

Bei diesem Objektiv handelt es sich um das wahrscheinlich günstigste Weitwinkel für DSLM und DSLR. Wie der Name schon sagt, ist es ein Objektiv, welches einfach wie ein Kameradeckel verwendet werden kann, nur das mit dem Ding auch noch brauchbare Fotos entstehen. Man erkennt auf den Bildern eine starke Verzerrung, aber mit der Objektivkorrektur am Computer ist das kein Problem. Dieses Objektiv bietet einen genialen Einstieg in die Fotografie mit Weitwinkelobjektiven, und ist durch einen Preis von unter 100 € ein absolutes Muss für alle die sich für Weitwinkel interessieren, aber noch die die Investition eines (besseren und) teureren Objektivs scheuen.

Ladegerät und Akkus

In meinem Rucksack steht neben der Kamera auch ein Ersatzakku, der im Idealfall auch geladen ist, sowie das Ladegerät. Wer meint ich könnte meine Akkus doch Zuhause laden und brauch das Ladegerät nicht mitschleppen, der irrt. Ich vergesse sehr oft den Ersatzakku zu laden, deshalb ist es schon vorgekommen, dass ich zum Mittagessen im Restaurant meinen Ersatzakku im Ladegerät abgegeben habe, um diesen während des Essens zu laden :D.

Objektivdeckel

Klar, die Deckelchen sind dazu da, um das Objektiv zu schützen, aber ich bin viel zu faul, um diese jedes Mal an und ab zu machen – jedenfalls die Frontdeckel. Die Objektive liegen mit Kappe auf der Rückseite und am besten in einem kleinen Tuch eingewickelt ausreichend geschützt in der Tasche. Für das 45mm 1,8 verwende ich übrigens den kleinen weißen „Beutel“ der beim Kauf mitgeliefert wurde.

Fernauslöser / Timer

Das gehört wohl in jeden Rucksack eines Fotografen, der sich gerne mit Zeitraffern oder Langzeitbelichtungen beschäftigt. Ich verwende hier einen von Calumet, funktioniert alles recht einfach und cool ist auch die Beleuchtung des Displays, da man in der Nacht für gewöhnlich nicht viel sieht. Schade ist nur, dass bei Intervallaufnahmen nur 1-99 oder unendlich eingestellt werden kann – oder ich bin einfach zu doof 😀 .

Immer-dabei-Stativ (Bohnensack)

So klein mein Rucksack auch ist, ein Stativ habe ich immer dabei. Vielleicht kein Richtiges, dass ausfahrbare Beine und einen in alle Richtungen schwenkbaren Kopf bietet, aber es passt sich den Gegebenheiten an. Einfach zwischen Kamera und Untergrund legen und fertig ist eine fest sitzenden Kamera.

(Hama-) Lenspen

Das Ding ist genial! Wenn mal irgendwo ein Fleck auf der Linse ist, dann verschwindet der mit Sicherheit ganz fix, wenn man den Lenspen in der Tasche hat. Ich hab zwar schon von Leuten gelesen, bei denen das Ding die Objektive nur noch schmutziger machte, aber das kann ich so gar nicht bestätigen. Must-Have in jeder Fototasche

Graufilter

Ich hatte mal einen Selbstbau-Graufilter aus Schweißerglas, aber da die Bilder damit nicht ganz so hübsch aussahen, habe ich mir im Mai 2014 einen Graufilter mit ND 3.0 zugelegt. Die Belichtungszeit kann damit um den Faktor 1000 verlängert werden. Der ist auch gar nicht teuer gewesen, 20 €  Messepreis, aber ich finde den Top. Wer auf lange Belichtungszeiten steht, sollte sich unbedingt so ein Ding anschaffen.

Eieruhr für Zeitraffer

Diese „Eieruhr“ lässt sich zwischen Stativ und Kamera schrauben, damit werden „bewegte“ Zeitraffer möglich. Die Uhr dreht eure Kamera während der Aufnahme, im Ergebnis kann man dann eine natürliche Bewegung erkennen die mehr Dynamik in die gesamte Aufnahme bringt. Ich glaube aber, dass diese „Eieruhr“ nicht für schwere Objektiv-Kamera Kombinationen ausgelegt ist – zum Glück hab ich eine OM-D 😀 .

Taschenlampe

Weil ich nicht nur am Tage unterwegs bin, habe ich immer eine kleine Taschenlampe in meinem Rucksack. Nicht nur, um mir selbst im Dunkeln den Weg zu leuchten, sondern auch, um die nächtlichen Motiven ins richtige Licht zu setzen. Packt die Taschenlampe am besten nicht zu weit weg, denn im Dunkeln sieht man für gewöhnlich nicht viel 😉 .

SD-Karten

Ich habe in vielen Fotoworkshops von OLYMPUS Speicherkarten geschenkt bekommen, und die liegen (fast) alle in meinem kleinen SD-Karten-Fach. Mittlerweile habe ich eine 16 GB Karte von SanDisk die ich fast ausschließlich verwende (deswegen ist die auch nicht auf dem Foto drauf). Manche Leute verteufeln ja alle, die auf große Karten setzen, aber viel eher verliere ich die vielen kleinen Karten (es waren mal 10), als dass mir meine Große abschmiert.

Reinigungstuch

Als Brillenträger hat man den Vorteil, dass einem ständig irgendwo (Brillen-)Putztücher hinter geworfen werden. Das letzte habe ich von Kia bekommen und das nächste kommt wahrscheinlich mit einer neuen Brille 😀 . Eine Zeit lang hatte ich sogar drei Tücher mit verschiedenen Logos drauf.

Blitz

die OM-D besitzt keinen integrierten Blitz, dafür wird aber ein kleiner Aufsteckblitz mitgeliefert. Ich besitze (noch) keinen vernünftigen Aufsteckblitz, deshalb habe ich den kleinen immer dabei – auch wenn ich ihn recht selten benutze.

Kabel

Ich kann mir selber nicht wirklich erklären, warum ich die ganzen Strippen mitschleppe. Wahrscheinlich weil ich vermute, dass ich diese im Dschungel als Liane oder so verwenden kann, um vor den Löwen zu fliehen. Realistischer ist vielleicht, weil ich sie sonst irgendwo einpacken würde, und wenn ich sie mal brauche, weiß ich nicht wo sie sind.

Der Fünfer

Ja, ich habe immer ein bisschen Kleingeld in meinem Rucksack. Manchmal denke ich mir „Näh, das Portemonnaie brauchst du nicht mitschleppen, verlierst du eher“, und wenn ich dann im Hochsommer an der Eisdiele vorbei komme, freue ich mich immer, dass ich mir trotzdem noch eine Kugel Eis kaufen kann.

Was noch alles fehlt:

Taschentücher

Ähm, ja ich hab mir schon immer vorgenommen welche einzupacken, aber ich bin halt ein wenig vergesslich und deshalb sind dort immer noch keine drinnen.

Das Trinkpäckchen

Ich hatte eine Weile immer ein kleines Trinkpäckchen dabei, um gegen plötzlich aufkommenden Durst gewappnet zu sein und eigentlich bietet mein Rucksack auch das Ideale Fach dafür, dennoch habe ich mir seitdem keins mehr eingepackt … mal sehen wann ich anfange, das zu bereuen.
Wie ihr seht, besteht mein Fotorucksack nicht nur aus Equipment, denn oft ist mein kleiner Rucksack das einzige Gepäckstück, welches ich bei mir habe und da muss man für alles gewappnet sein. Oder man hofft einfach, dass die anderen irgendetwas Brauchbares bei sich tragen, bzw. schafft sich einen Packesel an, der Essen und Trinken für die Fototour trägt.

Herbstferien in Frankreich

Hierbei handelt es sich nun um den mittlerweile vierten Beitrag zu meinem Schüleraustausch in Frankreich.

Auch bei uns sind die Herbstferien gekommen. In der ersten Ferienwoche bin ich mit dem Zug nach Paris gefahren und habe dort meine Familie getroffen. Dort wartete ein mehr oder weniger straffes Programm auf uns, denn wir hatten nur einen Tag Zeit. Nachdem ich schon um kurz nach vier aufgestanden bin, um den Zug nach Paris zu nehmen, traf ich um kurz nach neun meine Familie auf dem Bahnhof Gare Montparnasse. Neben dem Bahnhof wartete das gleichnamige Hochhaus Montparnasse auf uns. Ich empfinde meine Aufnahmen von dort nicht sehr gelungen, jedenfalls nur die wenigsten. Ich könnte das jetzt darauf schieben, dass ich ja durch Scheiben fotografieren musst, die Sonne sich von ihrer Schokoladenseite zeigte und vieles mehr. Aber der Grund liegt wahrscheinlich darin, dass ich einfach nicht genügend mit solchen Situationen vertraut bin / war. Man merkt erst, was man hätte besser machen können, wenn es einem Leute sagen. Mittlerweile weiß ich, dass man Spiegelungen in der Scheibe unter anderem mit einem Polfilter vermeiden kann oder indem man einfach das Objektiv ganz nah an das Glas hält.

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